Studie Seilbahnen können günstige ÖPNV-Alternative sein

Quelle: sp-x

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Seilbahnen werden in deutschen Städten regelmäßig als Lösung von Verkehrsproblemen diskutiert. Die Ergebnisse einer Studie der Unternehmensberatung PwC spielen nun Befürwortern in die Karten.

In London ergänzt eine Seilbahn bereits seit 2012 das Stadtbild.
In London ergänzt eine Seilbahn bereits seit 2012 das Stadtbild.
(Bild: Transport for London (TfL))

Seilbahnen können eine preisgünstige Alternative zur Straßen- oder U-Bahn sein. Einer Studie der Beratungsgesellschaft PwC zufolge schneiden sie bei Bau und Betrieb besser ab als die schienengebundenen ÖPNV-Lösungen. Die Kosten für Seilbahnsysteme pro Kilometer betragen den Experten zufolge etwa 10 bis 20 Millionen Euro – und liegen damit auf dem Niveau einer Straßenbahnstrecke.

Da kein Betriebshof und keine Signal- und Verkehrsleittechnik erforderlich sind, sind die gesamten Investitionskosten im Verkehrsmittelvergleich relativ gering. Zudem ist die Bauzeit von Seilbahnen mit 12 bis 18 Monaten relativ kurz. U-Bahn-Projekte etwa sind meist erst nach fünf bis zehn Jahren abgeschlossen.

Wirtschaftliche Vorteile

Dazu kommen der Studie zufolge wirtschaftliche Vorteile im Unterhalt. Demnach sind sowohl die Personalkosten als auch die Energiekosten niedriger als bei allen anderen Systemen. Auch, weil keine Fahrer nötig sind und Personalkosten nur für die Überwachung des Betriebs anfallen.

Beim Energieverbrauch sind Seilbahnen ebenfalls sparsam, sie benötigen lediglich 5,8 kWh pro 100 Passagierkilometer. U-Bahnen verbrauchen im Vergleich 11,6 kWh und Straßenbahnen benötigen 12,5 kWh. Weil Seilbahnen wenig Verschleißteile haben, sind auch die Instandhaltungskosten niedrig.

Ob Straßenbahnen für eine konkrete Anwendung in einer Stadt geeignet sind, lässt sich PwC aber nur für den Einzelfall beantworten. Bei der Planung sei unter anderem mit Widerstand in der Bevölkerung zu rechnen, die eine Beeinträchtigung des Stadtbildes befürchten.

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