Corona-Pandemie Reise-Start-up From A to B stellt den Betrieb ein

Autor: Christoph Seyerlein

Ob Fernbus, Zug, Flug oder Mitfahrgelegenheit – Nutzer sollten bei From A to B das passende Angebot in Echtzeit finden und buchen können. Nach vermutlich vor allem Corona-bedingten Einbrüchen gibt das Start-up nun auf.

Gunnar Berning, CEO von From A to B, muss sein Unternehmen aufgeben.
Gunnar Berning, CEO von From A to B, muss sein Unternehmen aufgeben.
(Bild: From A to B)

Kunden die bestmögliche Option für ihre Reise zu finden – das war die Idee des Aachener Start-ups From A to B. Nun ist damit Schluss: Wie das Unternehmen in einem Schreiben an Kunden mitteilte, hat es zum 28. Dezember 2020 den Betrieb eingestellt. „Nachdem wir monatelang hart gearbeitet und auf bessere Zeiten gehofft haben, müssen wir zugeben, dass sich die Reisebranche immer noch nicht erholt hat“, heißt es darin. Über die Plattform bereits gebuchte Tickets sollen ihre Gültigkeit behalten.

Drei Aachener Studenten hatten From A to B 2008 gegründet. Ihre Idee: eine multimodale Suchmaschine für Reisen in Deutschland und Europa. Ob Fernbus, Zug, Flug oder Mitfahrgelegenheit – Nutzer sollten dort das passende Angebot in Echtzeit finden und buchen können. Dabei konnten sie wählen, ob sie beispielsweise besonders günstig, besonders schnell oder besonders umweltschonend reisen wollen. In den besten Zeiten suchten bis zu 1,5 Millionen Menschen pro Monat nach Angeboten bei From A to B.

Schon 2018 drohte das Aus

Doch das Geschäft lief schon in der Vergangenheit nicht immer rund. Anfang 2018 hatte das Unternehmen nach einer geplatzten Finanzierungsrunde Insolvenz angemeldet. Wenig später übernahm die Pinion Digital GmbH, eine Tochter der Tank & Rast-Gruppe, die Firma.

Nun hat From A to B aber wohl endgültig keine Zukunft mehr. Für das Start-up arbeiteten zeitweise mehr als 70 Beschäftigte. Zu den Partnern zählten die Deutsche Bahn, Flixblus, Eurowings, Easyjet und viele mehr.

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Entwicklungsredakteur