Präzise Strommesstechnik für die Formel-1 und Formel E

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Herausforderung Formel 1

Arbeiten für die FIA bedeutet vor allem arbeiten unter Hochdruck. Innerhalb einer Entwicklungszeit von wenigen Wochen konstruieren die Ingenieure der Isabellenhütte ein vollends neues Messsystem – Konstruktion, Prototyping, Tests und Produktion inbegriffen. Das erfordert eine hohe Kompetenz und viel Entwicklungspower. „Wir stehen dabei im engen Austausch mit den FIA-Ingenieuren in Genf. Von dort kommen die Vorgaben zu Leistungsprofil und Design.“ Anpassungen sind erlaubt, werden teamseitig vor- und von der FIA dann abgenommen, sagt das Reglement. „Hier unterstützen wir natürlich bei der optimalen Systemintegration – hardwareseitig z.B. durch konstruktive Variationen bei Größe und Einbaulage, softwareseitig durch dbc-file- oder support bei der Implementierung der Kommunikation über CANbus.“ Das wird auch in der kommenden Saison so sein, wenn die Autos noch leistungsstärker sein werden. Das ändert vieles. Auch für die Isabellenhütte. Aber: „Das IVT-F der fünften Generation wird auch diese Herausforderung meistern“, ist sich Lepper sicher.

IVT-F – „Mr. 1000 Volt“ unter den Messsystemen

Die aktuell verbauten, shuntbasierten Messsysteme der vierten Generation zeichnen sich durch extreme Präzision und Isolationsfestigkeit aus. Um mit den Rennautos ähnliche Geschwindigkeiten wie die Formel-1-Verbrenner zu erreichen, ist Strom erforderlich, der innerhalb vorgegebener Grenzen in einer entsprechend großen Menge und Spannung sofort und möglichst effizient abgerufen werden kann. Das betrifft auch und erst recht den sogenannten Fan-Boost. Hier erhalten von den Fans ausgewählte Fahrer zusätzliche Energiepakete. Sie verhelfen während des Rennens zu einem zusätzlichen Leistungsschub. Diese Vorgänge exakt zu messen und für einen fairen Wettbewerb zu sorgen, dafür ist das IVT-F verantwortlich.

Dazu entwickelte das Team der Isabellenhütte eine neuartige Isolation, welche inzwischen sogar in Großserienprodukten wie dem IVT-S verwendet wird. Sie liegt bei 1000 Volt und nutzt die Isolationseigenschaften der Leiterkarte selbst, um die in Formel-Fahrzeugen geforderte Isolationsfestigkeit zu erreichen. Ein Höchstwert, der sich sehen lassen kann. Denn: „Es gibt nach meinem Wissen kein Wettbewerbsprodukt, das über eine solche Leistungskapazität, gepaart mit einem ultra-kompakten Design verfügt“, stellt Lepper fest. Hinzu kommen die sehr gute Linearität, die maßgeschneiderte Elektronik, die schnelle Abtastung und die hauseigene Kalibrierung – sie seien für die Messpräzision des IVT-F verantwortlich. Und gerade in der Formel E ist Messpräzision unverzichtbar, denn sie liefert u. a. exakte Informationen zu Stromverbrauch und Spannung – Schlüsselwerte, die rennentscheidend sind.

Knowhow und Technologieführerschaft fortwährend unter Beweis stellen

Hinter dem Formel-E-Engagement steckt natürlich ein ganz konkretes Interesse. Wie jeder Technologiepartner strebt auch die Isabellenhütte nach Erkenntnis, von der ihre Serienprodukte profitieren sollen. Dazu nutzt die Isabellenhütte die Formel E. Dabei geht es einerseits darum, Kompetenz und Leistungsfähigkeit in einem sehr dynamischen Umfeld fortwährend unter Beweis zu stellen, andererseits aber auch darum, einen stetigen Knowhow-Flow zu gewährleisten, mit dem das Unternehmen seine Technologieführerschaft innerhalb der Präzisionsmesstechnik weiter ausbauen will. „Wir setzen unser System in der Formel E den härtesten Bedingungen aus. So gewinnen wir wertvolle Einblicke, die sich schließlich in Qualität, Leistungsvermögen und Auslegung unserer IVT-Serienprodukte positiv niederschlagen“, bestätigt Athier Lafta, Produktmanager für Präzisionsmesstechnik bei der Isabellenhütte. Und das lohnt sich. So profitierte bereits das IVT-MOD von technologischen Detaillösungen, die sich zuerst in der Formel 1 bewähren mussten, bevor sie in Serie gingen. Das wiederum führte zur Entwicklung des Nachfolgers IVT-S.

Klar sei, so Lafta, dass die Anforderungen im Markt der Automobilhersteller auch unter E-Mobility-Gesichtspunkten weiter steigen und laufend verbesserte Produkte – z. B. mit einer höheren Systemspannung – nachgefragt werden. „Und diese Produkte kann die Isabellenhütte auch dank des Formelrennsports bereits heute liefern.

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