Passive Bauelemente Pulslastwiderstände sorgen für sichere Ableitung von Spannungsspitzen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Isabellenhütte stellt neue Pulslastwiderstände vor, die Spannungsspitzen in Leistungselektroniken in Automotive-Anwendungen absorbieren und so nachgeschaltete Komponenten und Bauteile vor Schäden durch die Mehrbelastung im Stromkreis schützen. Die Pulslastwiderstände punkten vor allem mit einem platzsparenden Design und eine schnelle Wärmeableitung.

Isabellenhütte stellt neue Pulslastwiderständen vor, die Spannungsspitzen in Leistungselektroniken in Automotive-Anwendungen absorbieren (Bild:  Isabellenhütte)
Isabellenhütte stellt neue Pulslastwiderständen vor, die Spannungsspitzen in Leistungselektroniken in Automotive-Anwendungen absorbieren
(Bild: Isabellenhütte)

Spannungsspitzen können durch schnelle Schaltvorgänge ausgelöst und durch Induktivitäten noch weiter verstärkt werden. Das kann nachgelagerte Komponenten beschädigen oder zerstören. Mit den neuen Pulslastwiderständen PMx der Isabellenhütte – erste verfügbare Baugröße ist der PMT (2817) – können diese Peaks sicher abgeleitet werden. Die Reihe basiert auf den bewährten SMD-Mess-Shunts der Isabellenhütte, ist aber nicht für präzise Messaufgaben, sondern für die Dämpfung von Spannungsspitzen konzipiert.

Selbstentwickeltes Widerstandsmaterial

Das PMT-Design folgt dem ISA-Plan-Prinzip: Auf einem Kupfer-Substrat befindet sich eine Folie aus dem hauseigenen Widerstandsmaterial Noventin, das mit seinem hohen spezifischen Widerstand die Pulsbelastbarkeit weiter optimiert. Die Spannungsspitzen werden in dem Widerstandsmaterial zwischengespeichert und über die großen Kupferanschlüsse als Wärme in die Platine abgeleitet.

Je nach auftretender Pulsenergie können einer oder mehrere Pulslastwiderstände zur Absorption nötig sein. Mehrere Widerstände können als Arrays parallel oder in Reihe verschaltet werden, um die Lasten gleichmäßig abzuführen. Die Anzahl und Art der Verschaltung ist dabei abhängig von der zu erwartenden Pulslast, dem Platzbedarf auf der Platine sowie den gewünschten Widerstandswerten.

Einsatzfeld E-Fuses

Innerhalb einer Snubber-Schaltung aus Widerstand und Kondensator eignen sich die PMx-Widerstände für den Einsatz in E-Fuses, rücksetzbaren elektronischen Sicherungen, wie sie beispielsweise in Zigarettenanzündern verbaut sind. Wenn hier eine zu hohe Last gezogen wird, unterbricht die E-Fuse zum Schutz der anhängenden Geräte den Kontakt. Das schnelle Abschalten der E-Fuse aktiviert die Snubber-Schaltung. Der Kondensator nimmt die hohe Pulslast zunächst auf und entlädt sich über den Pulslastwiderstand. Dieser wandelt die Pulsenergie in Wärme um und leitet sie über die Kupferschenkel an die Platine ab.

AEC-Q200-konform

Alle Widerstände der PMx-Serie werden nach AEC-Q200 getestet. Innerhalb dieser Serie ist aktuell der PMT in der Baugröße 2817 mit einem Wertebereich von 50 mOhm bis 2,5 Ohm (R050, R500, 1R00 und 2R50) verfügbar. Der PMT befindet sich derzeit in der finalen Phase des Qualifizierungsprozesses, wobei der Serienstart für Ende März 2026 vorgesehen ist. Neben den im Datenblatt aufgeführten Werten können auch kundenspezifische Varianten innerhalb dieser Spanne realisiert werden. Darüber hinaus sind weitere Baugrößen auf Anfrage möglich: Die Machbarkeit für den PMS in 2512 wurde bereits geprüft und kann kurzfristig umgesetzt werden, da bestehende Anlagen aus der Mess-Shunt-Produktion genutzt werden können. Auch der PMP in der Größe 2010 ist als zusätzliche Option realisierbar. Muster sind auf Anfrage erhältlich.  (se)

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