Bidirektionales Laden Bitkom-Umfrage: Elektroauto als Stromspeicher sinnvoll

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bidirektionales Laden erfreut sich großer Beliebtheit, wie eine Befragung des Digitalverbands Bitkom ergab. So würden sich 77 Prozent sicherer fühlen, wenn sie ihr E-Auto bei einem Stromausfall als Stromspeicher nutzen könnten. 64 Prozent empfinden es als grundsätzlich sinnvoll, ein Elektrofahrzeug als Stromspeicher zu nutzen.

Bidirektionales Laden erfreut sich großer Beliebtheit - das ergab sich aus einer aktuellen Bitkom-Umfrage.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Bidirektionales Laden erfreut sich großer Beliebtheit - das ergab sich aus einer aktuellen Bitkom-Umfrage.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Die Umfrage ergab auch, dass ein E-Auto attraktiver wäre, wenn es sich auch als Stromspeicher einsetzen ließe (55 Prozent der Befragten). Die Umfrage wurde unter 1.002 Haushalten in Deutschland durchgeführt. „Bidirektionales Laden macht E-Autos zu mobilen Stromspeichern. Das erhöht Autonomie und Schutz von Privathaushalten bei hybriden Angriffen auf Stromnetze und kann zudem die Netzstabilität im Regelbetrieb erhöhen“, betont Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Damit bekommt Elektromobilität einen zusätzlichen Nutzen: Sie macht Haushalte unabhängiger und stärkt die Versorgungssicherheit.“

Hilfreich bei Stromausfällen

Beim bidirektionalen Laden kann ein Elektroauto Strom nicht nur aufnehmen, sondern wie ein großer Stromspeicher auf Rädern auch wieder abgeben, zum Beispiel bei passender technischer Ausstattung ins eigene Haus oder zukünftig auch ins Stromnetz. So könnte ein Elektrofahrzeug etwa Solarstrom vom eigenen Dach zwischenspeichern und abends im Haushalt nutzbar machen. Auch bei einem Stromausfall würde die Batterie eines geeigneten Stromers helfen, den Haushalt weiter mit Energie zu versorgen. Bekannt ist das Thema bislang aber erst etwa der Hälfte der Haushalte: 46 Prozent haben zum Zeitpunkt der Umfrage schon einmal von bidirektionalem Laden gehört, 45 Prozent noch nicht.

Politik gefragt

Auch mit Blick auf die Energiewende sehen viele Haushalte Potenzial. 52 Prozent sagen, die Nutzung von Elektroautos als Stromspeicher könne einen Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung leisten. 44 Prozent sind der Ansicht, die Politik sollte die Nutzung von E-Autos als Stromspeicher stärker fördern. „Deutschland braucht mehr Flexibilität im Stromsystem. Millionen E-Autos können dabei künftig eine wichtige Rolle spielen: Sie speichern Strom, wenn viel erneuerbare Energie verfügbar ist und geben ihn bei Bedarf wieder ab“, unterstreicht Rohleder. „Dafür braucht es jetzt passende regulatorische Rahmenbedingungen, eine schnellere Digitalisierung unseres Energiesystems z.B. durch mehr intelligente Messsysteme und einfache Angebote für Verbraucherinnen und Verbraucher.“ Pilotprojekte und erste Marktangebote gibt es bereits, aber diese müssen schneller in die Kommerzialisierung kommen. Darüber hinaus müssen in erster Linie die Verbraucher mitgenommen werden, so dass diese entsprechenden Angebote einfach im Alltag nutzen können. „Bidirektionales Laden verbindet Elektromobilität, Energiewende und Versorgungssicherheit. Wenn Deutschland diese Technologie voranbringt, werden Haushalte, Stromnetze und Klima gleichermaßen profitieren“, ist sich Rohleder sicher. (se)

(ID:50927687)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung