Ladetechnik für schwere E-Lkw Phoenix Contact integriert Ladesteuerung in CCS-Inlet

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Phoenix Contact hat das CCS-Inlet Charx connect advanced für das Laden schwerer Elektrofahrzeuge vorgestellt, das Vorteile wie eine integrierte Steuerung, trennbare HV-Leitungen oder einen reduzierten Einbindungsaufwand mitbringt. Damit konnte die komplette Fahrzeug-Ladesteuerung direkt in ein serienreifes CCS-Inlet eingefügt werden.

Phoenix Contact hat die Ladesteuerung direkt in ein CCS-Inlet integriert.(Bild:  Phoenix Contact)
Phoenix Contact hat die Ladesteuerung direkt in ein CCS-Inlet integriert.
(Bild: Phoenix Contact)

Konventionelle fahrzeugseitige High-Power-Charging-Systeme bestehen bisher aus mehreren Einzelkomponenten, beispielsweise ein CCS-Inlet, ein externer Ladecontroller oder eine umfangreiche Verkabelung. Diese Architektur beansprucht Bauraum, erhöht die Komplexität und birgt zusätzliche Fehlerquellen. Charx connect advanced kombiniert Mechanik wie auch die fahrzeugseitigen Kommunikations- und Ladesteuerungsfunktionen in einem Bauteil. Die PLC-Kommunikation sowie alle relevanten Ladeprotokolle werden direkt im Inlet verarbeitet. Ein externer Ladecontroller ist überflüssig, auch verschiedene Schnittstellen und Verkabelungspunkte entfallen.

Weniger Bauraum und Systemgewicht

Durch die Einbindung der Steuerung in das Inlet ergeben sich für Systemintegratoren und Fahrzeughersteller von elektrischen Nutzfahrzeugen erhebliche Vorteile. Zum einen werden der Bauraumbedarf und das Systemgewicht reduziert. Zum anderen minimieren weniger Schnittstellen potenzielle Fehlerquellen. Die Anbindung erfolgt einfach und zuverlässig über definierte CAN‑Schnittstellen, ergänzt durch Service- und Diagnosekonzepte aus einer Hand. Zudem ermöglicht die modulare Ausführung der Kabelabgänge – wahlweise gerade oder im 90°‑Winkel nach links oder rechts – eine flexible Integration in unterschiedliche Fahrzeugarchitekturen. Dadurch eignet sich Charx connect advanced für verschiedene Fahrzeugsegmente – vom städtischen Bus über den Langstrecken-Lkw bis zu Bau- und Kommunalfahrzeugen.

Ausgelegt für High Power Charging mit 800 A

Für den Einsatz im Schwerlastbereich ist das Inlet auf hohe Leistung ausgelegt. Charx connect advanced unterstützt Ladeleistungen von 800 A im Boost Mode und erfüllt verschiedene Normen und Sicherheitsanforderungen, wie ISO 15118 und DIN 70121, VDV 261 für Busanwendungen, funktionale Sicherheit bis ASIL B gemäß ISO 26262 sowie die Vorbereitung auf UNECE R155/R156 in puncto Cybersecurity.

Bessere Wartbarkeit

Darüber hinaus zählt auch die Wartungsfreundlichkeit zu einem der Vorteile von Charx connect advanced. Die steckbaren Hochvoltleitungen ermöglichen den werkzeuglosen Austausch des Inlets, ohne dass Kühlkreisläufe oder angrenzende Fahrzeugbaugruppen geöffnet werden müssen. Dadurch lassen sich Servicezeiten senken, die Fahrzeugverfügbarkeit steigern und die Total Cost of Ownership optimieren.

Muster des CCS-Inlets sind ab sofort erhältlich und können für Tests und Integrationsprojekte bestellt werden. Die Serienverfügbarkeit des vollständig serienreifen Produkts plant Phoenix Contact für das dritte Quartal 2026. (se)

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