Elektromobilität Nio engagiert sich bei neuem Standard für Batteriewechseltechnik

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Der chinesische Automobilhersteller Nio arbeitet an der Standardisierung für die Batteriewechseltechnologie mit. Entstanden ist bisher der Norm-Entwurf E DIN EN IEC 62840-2 VDE 0122-40-2:2024-12. Die Normenreihe DIN EN IEC 62840 gewährleistet dabei die Verlässlichkeit, Interoperabilität und Sicherheit der Technologie im deutschen Markt.

Der chinesische Automobilhersteller Nio arbeitet an der Standardisierung für die Batteriewechseltechnologie mit. (Bild:  Faruk Pinjo| Nio)
Der chinesische Automobilhersteller Nio arbeitet an der Standardisierung für die Batteriewechseltechnologie mit.
(Bild: Faruk Pinjo| Nio)

Stand heute dominieren in Elektrofahrzeugen fest verbaute Antriebsbatterien. Eine repräsentative Ipsos-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands zeigt jedoch, dass eine deutliche Mehrheit der Befragten Vorteile im alternativen Konzept von Wechselbatterien sieht: 63 Prozent der Deutschen halten diese für besser oder viel besser geeignet als fest verbaute Batterien, um beim Laden Zeit zu sparen und die Batterielebensdauer zu verlängern.

Fehlende Standards hinderlich

Größtes Hindernis bei der Entwicklung und Etablierung von Wechselmodellen sind laut TÜV-Verband einheitliche Normen und Standards: Es gibt noch keine herstellerübergreifenden standardisierten Wechselbatteriesysteme. Dabei würde eine einheitliche Technologie die Kosten eines flächendeckenden Infrastrukturaufbaus erheblich minimieren. Zugleich würde der nachhaltige Umgang mit Ressourcen in der Branche weiter steigen, denn Wechselmodelle beeinflussen die Gesundheit der Batterien positiv und erhöhen ihre Langlebigkeit.

Einheitliche Batteriewechselsysteme und -stationen

Der lokalisierte Industriestandard DIN EN IEC 62840-2 (VDE 0122-40-2) enthält allgemeine Sicherheitsanforderungen für Batteriewechselsysteme und -stationen für Elektrofahrzeuge. Die Normenreihe stellt damit die Grundlage für die Entwicklung proprietärer Batteriewechselsysteme über Herstellergrenzen hinweg dar, indem sie die möglichen Funktionen einer Batteriewechselstation standardisiert. Dazu gehören der Austausch, die Lagerung, das Laden und Kühlen sowie die Prüfung, Instandhaltung und das Sicherheitsmanagement von Batteriepaketen. Die Norm legt darüber hinaus die Anforderungen an die Kommunikation der einzelnen Systeme in Bezug auf elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), Aufschriften und Anleitungen, Schutz gegen elektrischen Schlag und weitere Gefahren sowie Notfallmaßnahmen fest.

VDE-Klassifikation

Die neue Version des internationalen DIN-Standards (E DIN EN IEC 62840-2 VDE 0122-40-2:2024-12 Batteriewechselsysteme für Elektrofahrzeuge), wurde im November 2024 als Norm-Entwurf durch den VDE veröffentlicht. Während der bis Mitte Januar 2025 laufenden Einspruchsfrist hatte die Öffentlichkeit zunächst die Möglichkeit, Stellung zu den erarbeiteten Anforderungen zu beziehen. Erst nach der darauffolgenden Einspruchsberatung im Nationalen Gremium erfolgt die Veröffentlichung als deutsche Norm.

Die E DIN EN IEC 62840-2 VDE 0122-40-2:2024-12 hat bereits eine VDE-Klassifikation erhalten, die sie für ihre Ausrichtung auf Sicherheit, Qualität und Rechtskonformität in der Elektrotechnik auszeichnet. (se)

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