Metallverknappung Nickelmangel könnte auch Verkehrswende ausbremsen

Quelle: dpa

Deutschland ist bei Rohstoffen stark von Importen abhängig. Doch viele Importgüter kommen auch aufgrund des Ukraine-Krieges derzeit nur schleppend zu uns. Jetzt betrifft es auch Nickel.

Batteriesysteme - wie hier von Skoda - sind von Metallen wie Nickel abhängig. Der Bedarf steigt. Doch der Urkraine-Krieg verschärft die Importsituation.
Batteriesysteme - wie hier von Skoda - sind von Metallen wie Nickel abhängig. Der Bedarf steigt. Doch der Urkraine-Krieg verschärft die Importsituation.
(Bild: Skoda)

Deutschland ist bei der Versorgung mit dem auch für die Verkehrswende wichtigen Metall Nickel stark von Importen aus Russland abhängig, heißt es. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover rät Unternehmen deshalb dazu, sich beim Kauf des Metalls Nickel nicht auf eine Quelle zu verlassen. Denn die Störung der Lieferketten durch die Corona-Pandemie sowie die möglichen Sanktionen auf russische Metallexporte wegen des Ukrainekrieges zeigten nachdrücklich, wie wichtig mehrere Bezugsquellen für Rohstoffe seien. Eine Antwort könnte etwa eine Beteiligung an internationalen Bergbauprojekten oder an der Weiterverarbeitung sein, wie die BGR empfiehlt.

Bedarf: Deutschland ist weltweit Nickelverbraucher Nummer 4

Deutschland war laut BGR im vergangenen Jahr der weltweit viertgrößte Nickelverbraucher und der drittgrößte Importeur von Nickelmetall. Fast die Hälfte der Einfuhren stammte, wie es dazu heißt, von den Standorten eines einzigen Unternehmens in Russland und Finnland. Nickelmetall fungiert etwa als Legierungsbestandteil, um nichtrostende Stähle zu schaffen und Nickellegierungen werden im Maschinenbau, in der Chemieindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrt genutzt.

Doch seit einiger Zeit ist es auch für die Mobilität der Zukunft wichtig. Denn für die Verkehrswende sei eine sichere Versorgung mit Nickel vor allem deshalb essenziell, weil es auch für die Herstellung von Batterien für Elektroautos gebraucht wird. Die Bundesanstalt rechne dabei mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Nickel, während das Angebot zuletzt rückläufig war. Deshalb gelte es, die Importe für das immer wichtiger werdende Metall zu sichern.

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