Batteriemanagement Mit der richtigen Stromsensor­technik zu mehr Reichweite

Autor / Redakteur: Sabine Jud, Gernot Hehn * / Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Ein Nachteil von Elektroautos ist noch immer die Reichweite. Diese hängt maßgeblich von der Leistungsfähigkeit des Akkus ab – die sich mit der richtigen Stromsensortechnik deutlich verbessern lässt.

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Ein BMW i3 an einer Ladestation in Paris: Der i3 hat einen Sensor AS8510 im Akkumanagementsystem seines Fahrstrom-Akkus.
Ein BMW i3 an einer Ladestation in Paris: Der i3 hat einen Sensor AS8510 im Akkumanagementsystem seines Fahrstrom-Akkus.
(Bild: ams)

An Elektrofahrzeuge hat man große Erwartungen: Man hofft, damit Klimagasemissionen reduzieren, erneuerbare Energien fördern und die Luftqualität in den Städten verbessern zu können. Ein Einsatz von Elektrofahrzeugen in großem Maßstab würde der Erde und den Menschen gut tun. Aktuell aber haben es Elektrofahrzeuge noch schwer gegenüber konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Die Reichweite spricht noch gegen Elektroautos

Kunden kaufen bisher nur wenige Elektroautos, weil sie neuer Technik gegenüber skeptisch sind. Elektroautos sind deutlich teurer als Verbrenner und es gibt noch nicht genügend Ladestationen. Obwohl Elektroautos umweltfreundlich sind – sie erzeugen keine Abgase wie Stickoxide, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe –, planen immer noch nur wenige Leute einen Kauf.

In Nischenmärkten sind Elektroautos erfolgreich

Immerhin sind Elektrofahrzeuge seit vielen Jahren in Nischenmärkten erfolgreich, wo relativ niedrige Leistung und niedrige Reichweite ausreichen, etwa bei Golfcarts und dem Auto des Milchmanns. Seit in den späten 2010er Jahren erste Elektro-Pkws wie der Nissan Leaf und der Chevrolet Volt auf den Markt gekommen sind, haben sich Plug-In-Elektroautos etwas weiter verbreitet. Von Hybridfahrzeugen (die schon etwa zehn Jahre länger auf dem Markt sind) wird regelmäßig eine stattliche Anzahl verkauft. Ein Bericht von Pike Research prognostiziert für das Jahr 2020 einen jährlichen, weltweiten Absatz von 3,8 Mio. Elektrofahrzeugen verschiedener Bauarten.

Der Akku ist entscheidend für die Akzeptanz

Der größte Einflussfaktor für die Verbreitung von Elektrofahrzeugen ist der Fahr-Akku: Er ist das teuerste Bauteil (mit erheblicher Auswirkung auf den Verkaufspreis), und seine Leistung – namentlich Reichweite, Lebensdauer und Leistungsabgabecharakteristik – bestimmen zum großen Teil, ob der Verbraucher ein Elektroauto als akzeptable Alternative zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ansieht oder ob er die Kompromisse als zu starke Einschränkung empfindet.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS Sonderheft Automotive Electronics Engineering erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar. Oder: Bestellen sie das Probeabo mit drei kostenlosen Ausgaben!

Der Stromsensor beeinflusst die Reichweite

Für die Leistung des Akkus spielt der Stromsensor eine entscheidende Rolle. Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit seiner Messdaten haben einen großen Einfluss auf die korrekte Funktion des Akkus und dessen Ladestand. Der vorliegende Artikel wird zeigen, dass erhebliche Verbesserungen bei der Stromsensortechnik die Leistung des Akkus signifikant steigern und somit die Nutzererfahrung von Elektroautos deutlich verbessern können.

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