Autonomes Fahren Lyft verkauft Roboterwagen-Sparte an Toyota-Tochter

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Die Konsolidierung im Geschäft mit selbstfahrenden Autos geht weiter. Jetzt gibt auch der Fahrdienstvermittler Lyft seine Roboterwagen-Sparte ab. Der Grund: Das Unternehmen will Kosten sparen.

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Lyft hatte 2018 zusammen mit Aptiv selbstfahrende Autos in Las Vegas testweise auf die Straße geschickt.
Lyft hatte 2018 zusammen mit Aptiv selbstfahrende Autos in Las Vegas testweise auf die Straße geschickt.
(Bild: Aptiv)

Der Fahrdienst-Vermittler Lyft gibt die Entwicklung eigener Roboterwagen-Technologie auf. Die Sparte mit dem Namen Level 5 wird für 550 Millionen Dollar (455 Mio. Euro) an eine Tochterfirma von Toyota verkauft, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Der große Lyft-Konkurrent Uber war bereits im vergangenen Jahr aus der Entwicklung eigener Technologie zum autonomen Fahren ausgestiegen.

Lyft-Mitgründer John Zimmer betonte, mit der Kostensenkung um rund 100 Millionen Dollar im Jahr werde man schneller die Gewinnzone im operativen Geschäft erreichen. Vom Kaufpreis sollen 200 Millionen Dollar gleich überwiesen werden und die restlichen 350 Millionen Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Toyota-Tochter Woven Planet erhält unterdessen im Gegenzug Zugriff auf Flottendaten von Lyft, um die Entwicklung ihrer selbstfahrenden Autos zu beschleunigen.

Konsolidierung in vollem Gang

In den vergangenen Monaten hatte sich die Auslese unter Entwicklern selbstfahrender Autos bereits beschleunigt: Die GM-Firma Cruise übernahm den Konkurrenten Voyage, der mehrere Senioren-Wohnsiedlungen in den USA mit Robotaxi-Diensten versorgte. Das Start-up Zoox wurde von Amazon gekauft, die Uber-Sparte ging an die Roboterauto-Firma Aurora.

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