Elektromobilität Ladekabel: Warum sich der Vergleich lohnt

Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Tanja Schmitt

Ladekabel gibt es meist beim E-Autokauf dazu. Aber nicht immer ist das Herstellermodell die erste Wahl.

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Vom einfachen Kabel bis zur mobilen Ladestation – die Auswahl für E-Autofahrer ist groß.
Vom einfachen Kabel bis zur mobilen Ladestation – die Auswahl für E-Autofahrer ist groß.
(Bild: Juice Technology)

Wer ein Elektroauto an öffentlichen Ladesäulen laden will, benötigt ein passendes Kabel. Das gibt es zwar auch als Extra beim Autohersteller, nicht immer aber in der optimalen Variante. Und auch preislich ist das Original-Zubehör nicht immer das attraktivste. Wer beim Neuwagenkauf die Ladekabel-Option ankreuzt, zahlt meist rund 300 Euro für das unverzichtbare Zubehör.

Im freien Handel gibt es Modelle renommierter Hersteller wie Webasto, Mennekes oder Electric Ways schon für weniger als 200 Euro. Der Preis hängt vor allem davon ab, auf welche Leistung das Kabel ausgelegt ist. Maßstab dafür sollte die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs sein, die je nach Modell zwischen 3,7 und 22 kW liegt und Ströme zwischen 16 und 32 Ampere überträgt.

Mobile Ladestationen bieten mehr Leistung

Als leistungsfähigere Alternative zum simplen Ladekabel haben sich in den vergangenen Jahren mobile Ladestationen durchgesetzt. Dabei handelt es sich quasi um eine Wallbox zum Mitnehmen, die über eine integrierte Elektronik verfügt, die zwischen Fahrzeug und Netz vermittelt und den Akku je nach verfügbarer Leistung füllt. Außer an der Haushaltssteckdose geht das auch mit anderen Steckdosen, seien es welche auf dem Campingplatz, auf der Baustelle oder im Ausland. Passende Adapter können mitgekauft werden.

Die Preise für die Geräte liegen allerdings deutlich über denen für reine Ladekabel. Einen Juice Booster 2 mit bis zu 22 kW und mehreren Adaptern etwa gibt es ab knapp 1.000 Euro, wer mit weniger Leistung oder weniger Flexibilität klarkommt, findet Modelle von NRGkick oder Go-E auch schon für einige Hundert Euro weniger. Teilweise lassen sich die mobilen Ladestationen auch Mieten – etwa für eine Auslandsreise.

Weiteres Kriterium: Die Kabellänge

Neben der Auslegung des Kabels ist die Länge ein wichtiges Kriterium für den Kauf. Je kürzer es ausfällt, desto handlicher ist es und desto geringer ist der Widerstand und damit der Ladeverlust. Soll das Kabel nicht nur an der heimischen Wallbox genutzt werden muss das Maß allerdings ausreichen, um im Zweifel auch ungünstig gelegene öffentliche Ladestationen zu erreichen.

Kürzer als Fahrzeuglänge plus Breite sollte ein Kabel daher nicht gewählt werden. Eine Alternative zum glatten Modell stellen Spiralkabel dar, die mit ein wenig Kraft auf die passende Länge gezogen werden können. Weil sie trotzdem auf Spannung bleiben, kommen sie nicht so stark mit dem Dreck der Straße in Kontakt, können jedoch bei Verlegung um das Auto herum den Lack ankratzen.

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