Niemals Rost Igus-Bike aus wiedergewonnenem Plastik

Von Jens Rehberg

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Der Kölner Spezialist für Kunststoffgleitlager und Energieführungsketten aus Vollkunststoff hat auf der Hannover Messe ein Plastikfahrrad vorgestellt. Igus will das Produkt mit extrem geringem Rohstoffeinsatz fertigen.

Das Kunststoffbike soll zum Marktstart sowohl in Erwachsenen- als auch in Kindergröße angeboten werden.
Das Kunststoffbike soll zum Marktstart sowohl in Erwachsenen- als auch in Kindergröße angeboten werden.
(Bild: Igus )

Die Igus GmbH will ein Fahrrad auf den Markt bringen, bei dem ein hoher Anteil der dafür benötigten Rohstoffe über das Recycling von Plastikmüll gedeckt werden kann. Das Bike soll wartungsfrei sein und keinerlei Schmiermittel benötigen. Der Anbieter peilt für das Modell aus neuem Kunststoff einen Verkaufspreis von 1.200 Euro an – die Version aus nahezu komplett recyceltem Kunststoff soll circa 1.400 Euro kosten.

Alles an dem Rad, dessen Markteinführung hierzulande für Anfang 2023 geplant ist, ist aus Kunststoffen – vom Rahmen über die Lager bis hin zum Zahnriemen. Dabei kommen überall an dem urban Bike leichte und schmierfreie Hochleistungskunststoffe zum Einsatz, von 2-Komponenten-Kugellagern in den Radlagern bis hin zu Gleitlagern in der Sattelstütze, den Bremshebeln und Pedalen.

Reibungsarmer Trockenlauf

Alle diese Bauteile verfügen laut dem Hersteller über integrierte Festschmierstoffe und sorgen für reibungsarmen Trockenlauf – ganz ohne Öl.

Gefertigt werden soll das Produkt von dem holländischen Start-up MTRL, das bereits bei der Entwicklung mit an Bord war. Das Unternehmen plant zudem Produktionsstätten auf der ganzen Welt in der Nähe von Plastikmülldeponien. Die Igus GmbH ist aber offen für weitere Partner, die ihre Plastikfahrrad-Plattform nutzen wollen, um das nachhaltige Konzept auf internationalen Märkten anbieten zu können.

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