Fahranfänger Hohe Nachfrage nach Führerscheinprüfungen erwartet

Quelle: dpa

Im letzten Jahr wurden Führerscheinprüfungen stark nachgefragt, auch wenn es aufgrund der Pandemie zu Verzögerungen kam. Für dieses Jahr wird ein ähnlich hoher Bedarf erwartet.

Insgesamt 1,8 Millionen theoretische und 1,6 Millionen praktische Führerscheinprüfungen zählte der TÜV-Verband im Jahr 2021.
Insgesamt 1,8 Millionen theoretische und 1,6 Millionen praktische Führerscheinprüfungen zählte der TÜV-Verband im Jahr 2021.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der Bedarf nach Führerscheinprüfungen wird einer Einschätzung des Fahrlehrerverbandes zufolge auch im Jahr 2022 hoch sein. „Ich glaube, die Nachfrage wird auf einem relativ hohen Niveau bleiben“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes, Kurt Bartels, der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sei es in den Fahrschulen nach ersten Rückmeldungen aus der Fahrlehrerschaft etwas ruhiger als im nachfragestarken Jahr 2021.

2021: Anstieg von bis zu sechs Prozent

Der TÜV-Verband stellt sich darauf ein, dass das Bewerberaufkommen in diesem Jahr mindestens so hoch sein wird wie im Vorjahr. „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr mindestens das gleiche Bewerberaufkommen haben werden wie im Jahr 2021 – vorausgesetzt, die pandemische Lage verschärft sich nicht weiter“, sagte der Experte für Fahrerlaubniswesen Marc-Philipp Waschke.

Insgesamt 1,8 Millionen theoretische und 1,6 Millionen praktische Führerscheinprüfungen zählte der TÜV-Verband im Jahr 2021. Das entspricht einem Anstieg von vier beziehungsweise sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Normalisierung im ersten Quartal 2022 erwartet

Etwas beruhigt hat sich nach Angaben des Fahrlehrerverbandes die zuletzt unübersichtliche Lage im Ausbildungs- und Prüfungsbetrieb, sagte Bartels. Dieser war im vergangenen Jahr coronabedingt zeitweise zum Erliegen gekommen, wodurch Prüflinge bis zu fünf Wochen auf einen Termin warten mussten.

In einzelnen Regionen geht es laut Bartels noch immer etwas „holprig“ zu, was vor allem mit Strukturveränderungen infolge der Corona-Pandemie zu tun habe. Der TÜV-Verband erwartet eine bundesweite Normalisierung der Lage im ersten Quartal 2022 – vorausgesetzt, die pandemische Lage spitzt sich nicht weiter zu.

Vorbereitungen auf nächste Welle laufen

Käme es erneut zu bundesweiten Lockdowns, sei wieder mit Prüfungsstaus zu rechnen, sagte Bartels. Allerdings sei der weit überwiegende Teil der Fahrlehrer inzwischen geboostert, weshalb es kaum noch zu Ausfällen wegen einer Corona-Erkrankung komme. Auch das Tragen von FFP2-Masken hat nach Bartels Einschätzung zu der verbesserten Lage beigetragen.

Der TÜV-Verband bereitet sich nach eigenen Angaben schon jetzt auf eine Omikron-Welle vor. „Ziel ist es, den Prüfbetrieb jederzeit aufrechterhalten zu können. Kommt es wegen Krankheit oder Quarantäne zu Personalausfällen, halten wir entsprechende Kapazitäten auch für diesen Fall vor“, sagte Marc-Philipp Waschke.

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