Alternative Antriebe im Nutzfahrzeugbereich H2 Infrastructure Alliance: Wasserstofftankstellennetz in Europa ausbauen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Sechs europäische Betreiber von Wasserstofftankstellen haben die H2 Infrastructure Alliance gegründet. Ziel ist es, den Ausbau der Wasserstoffmobilität zu forcieren und eine Lösung für das Henne-Ei-Problem zu finden. Denn neben der Infrastruktur müssen auch entsprechende Fahrzeugmodelle verfügbar sein. Bis 2028 will man den Infrastruktur- und Fahrzeugausbau beschleunigen.

Sechs europäische Betreiber von Wasserstofftankstellen haben die H2 Infrastructure Alliance gegründet.(Bild:  H2 Mobility)
Sechs europäische Betreiber von Wasserstofftankstellen haben die H2 Infrastructure Alliance gegründet.
(Bild: H2 Mobility)

Hydri, TEAL Mobility, Fountain Fuel, H2 Mobility, Virya Energy und HYmpulsion haben sich zur H2 Infrastructure Alliance zusammengeschlossen. Gemeinsam betreiben diese Unternehmen 92 Wasserstofftankstellen (HRS) für leichte und schwere Nutzfahrzeuge. Bis 2028 sind weitere 39 Großtankstellen geplant – genug, um täglich mehr als 1.800 Lkw zu betanken. Die Allianz hat Gespräche mit Fahrzeugherstellern aufgenommen, um die Wasserstoffmobilität schneller voranzubringen.

Das Henne-Ei-Problem lösen

Mit einem realistischen Ausbaupfad lässt sich ein vernetztes Tankstellennetz realisieren, das ganz Europa abdeckt. Das bezeichnet die Allianz als „Connecting the Dots“. Durch den Vorstoß der Infrastrukturbetreiber das Tankstellennetzes zuerst auszubauen, kann das Henne-Ei-Dilemma überwunden werden, sind sich die Mitglieder sicher. Denn die Tankinfrastruktur gibt Fahrzeugherstellern die notwendige Planungssicherheit, um die Entwicklung und Auslieferung von Fahrzeugen hochzufahren. Größere Fahrzeugvolumina und eine breitere Modellauswahl führen wiederum zu einem schnelleren Ausbau des Tankstellennetzes – und vor allem zu niedrigeren Kosten für Endnutzer, sowohl bei den Fahrzeugen als auch beim Kraftstoff.

Steigendes Potenzial

Das Potenzial für Wasserstoff-Nutzfahrzeuge wächst. „Es geht darum, die regulatorischen Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene weiter voranzubringen. Der Schwerlastverkehr ist ein entscheidender Treiber für die Wasserstoffmobilität in Europa. Wir sehen das jeden Tag an unseren Stationen in Deutschland. Dort beträgt der Absatz durch Busse und Lkw bereits heute deutlich über 70 Prozent. Es geht darum, diesen Pfad auf europäischer Ebene fortzuführen. Die H2 Infrastructure Alliance setzt dafür ein wichtiges Zeichen: Die Realisierung eines europaweiten Tankstellennetzes ist bereits in vollem Gange und benötigt jetzt das Commitment auf OEM-Seite für steigende Fahrzeugzahlen“, erklärt Martin Jüngel, Geschäftsführer und CFO von H2 Mobility.

Kein Entweder-Oder: Wasserstoff ergänzt batterieelektrische Mobilität

Um eine möglichst klimafreundliche Mobilität umzusetzen, geht es nicht darum eine Technologie gegen eine andere auszuspielen. Batterieelektrische Fahrzeuge und Wasserstofflösungen ergänzen sich. Beide sind notwendig, um unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen – vom Fernverkehr und hohen Flexibilitätsanforderungen über Schwerlasttransporte bis hin zu intensiven Einsatzprofilen. Wasserstoff spielt insbesondere in Regionen eine wichtige Rolle, in denen eine begrenzte Stromnetzkapazität den Ausbau von Schnellladeinfrastruktur erschwert. (se)

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