Flix Mobility Fahrgastzahlen brachen im Corona-Jahr 2020 um die Hälfte ein

Autor: Christoph Seyerlein

Aktuell fährt wie schon im Frühjahr 2020 nahezu kein Flixbus oder Flixtrain. Entsprechend stark ist das Fahrgastaufkommen eingebrochen. Für das neue Jahr gibt sich Geschäftsführer André Schwämmlein dennoch kämpferisch.

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Rund 30 Millionen Menschen nutzten 2020 Flixbus oder Flixtrain.
Rund 30 Millionen Menschen nutzten 2020 Flixbus oder Flixtrain.
(Bild: Flix Mobility)

Flix Mobility hat ein schwieriges Jahr 2020 hinter sich. Zwischen März und Ende sowie seit Anfang November hat der Flixbus- und Flixtrain-Anbieter den Betrieb wegen der Corona-Pandemie nahezu komplett eingestellt. Das hinterlässt Spuren: Im Vergleich zu 2019 ist das Fahrgastaufkommen um rund die Hälfte auf 30 Millionen Menschen zurückgegangen.

Dabei stellte das Unternehmen auch eine Veränderung im Nutzerverhalten fest: Hatte sich die Reise- und Mobilitätsbranche bislang stark auf saisonale Effekte und entsprechend planen können, verteilten sich 2020 mehrere kleinere Reisewellen gleichmäßiger über das Jahr. Maßgeblich beeinflusst haben das allerdings Reglementierungen wie Reisebeschränkungen für Corona-Risikogebiete.

Um möglichst nicht selbst für größere Corona-Ausbrüche verantwortlich zu werden, setzte Flix Mobility in seinen Bussen und Zügen nach Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs im Mai auf einige Hygienemaßnahmen. Nach eigenen Angaben verbrauchte das Unternehmen 162.000 Liter Desinfektionsmittel für die Reinigung. Zudem gab Flix Mobility über 230.000 Mund-Nase-Masken an Mitarbeiter aus. Kunden können inzwischen einen kontaktlosen Check-in nutzen und sich per Online-Tool während der Buchung einen Eindruck von der Auslastung ihrer gewünschten Fahrt verschaffen.

„Flixbus wird definitiv auf die Straße und Flixtrain auf die Schiene zurückkehren“

Positiv bewertet Flix-Mobility-Geschäftsführer André Schwämmlein, dass das Umweltbundesamt den Fernbus im vergangenen Jahr zum wiederholten Male als nachhaltigsten Verkehrsträger ausgewiesen hat. „Nur mit fairen Wettbewerbsbedingungen können wir die Nachhaltigkeitsziele in Deutschland und Europa erreichen. Dazu gehört ein fairer Schienenmarkt genauso wie eine stärkere Berücksichtigung von Fernbussen als nachhaltigstes Verkehrsmittel seitens der Politik“, erklärte er. Alleine durch Flixbus-Fahrten seien 2020 über sieben Tonnen CO2 kompensiert worden. Bis 2030 will das Unternehmen komplett klimaneutral unterwegs sein.

Neu ist das Angebot seit dem vergangenen Jahr in Großbritannien und dem Baltikum vertreten. Aktuell arbeitet Flix Mobility an einer Wiederaufname des Betriebs. „2021 wird Flixbus definitiv auf die Straße und Flixtrain auf die Schiene zurückkehren, um Menschen eine echte Reisealternative anzubieten und einen erneuten Trend zu mehr Individualverkehr abzuwenden. Es ist unser Ziel, den Betrieb wieder aufzunehmen, sobald es die Situation rund um COVID-19 zulässt“, sagte Schwämmlein.

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Entwicklungsredakteur