Pkw-Markt Erstmals mehr als 100.000 E-Autos und Plug-in-Hybride zugelassen

Von Andreas Wehner

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Der deutsche Pkw-Markt ist im November deutlich gewachsen. Besonders deutlich stiegen die Neuzulassungen von batterieelektrischen Autos und Plug-in-Hybriden. Der Marktanteil von Fahrzeugen mit Steckern lag bei fast 40 Prozent.

E-Autos und Plug-in-Hybride legten im November deutlich zu.
E-Autos und Plug-in-Hybride legten im November deutlich zu.
(Bild: Audi)

Elektroautos waren der größte Wachstumstreiber bei den Pkw-Neuzulassungen im November. Mit 57.980 Einheiten legte die Zahl neu registrierter batterieelektrischer Fahrzeuge um 44,0 Prozent zu, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. Ihr Marktanteil betrug 22,3 Prozent. Zudem wurden 44.581 Plug-in-Hybride neu zugelassen, die damit auf einen Marktanteil von 17,1 Prozent kamen. Erstmals überschritt damit die Zahl der neu registrierten Autos mit Stecker innerhalb eines Monats die Marke von 100.000 Einheiten.

„Viele Kunden und Händler wollen noch möglichst viele E-Fahrzeuge neu zulassen, bevor Anfang 2023 die Umweltbonus-Förderung deutlich gekürzt wird“, sagte Reinhard Zirpel, Präsident des Importeursverbands VDIK. Insgesamt wurden im November laut KBA 260.512 Autos neu zugelassen. Das waren 31,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im gesamten bisherigen Jahresverlauf schrumpfte damit das Minus im Vergleich zu den ersten elf Monaten des Jahres 2021 auf 2,4 Prozent.

„Das aktuelle Marktwachstum zeigt, dass sich die Verfügbarkeit von Halbleitern und anderen Vorprodukten verbessert, die im Vorjahr noch zu massiven Produktionseinbußen geführt hatte“, kommentierte Peter Fuß, Partner beim Beratungsunternehmen EY, die Entwicklung. Nach wie vor seien die Teileversorgung und die weltweiten Lieferketten aber angespannt. Fuß prognostiziert ebenfalls ein deutliches Absatzplus im Dezember.

Für 2023 rechnet er aber mit einer weniger positiven Entwicklung als zuletzt: „Die Nachfrage wird sich im kommenden Jahr vermutlich eintrüben, während die Produktion weiter gesteigert wird. Dann dürfte die Sondersituation, in der die Nachfrage größer ist als das Angebot, zu einem Ende kommen.“ Aufgrund der geänderten Förderrichtlinien erwartet der Experte einen Einbruch der Plug-in-Hybrid-Verkäufe und zumindest einem Dämpfer für batterieelektrische Autos.

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