Mobilität E-Scooter gibt es künftig auch für Rollstuhlfahrer

Autor: Christoph Seyerlein

Eignet sich das E-Scooter-Prinzip auch für Rollstuhlfahrer? Der schwedische Anbieter Voi glaubt daran und kooperiert deshalb mit dem österreichischen Unternehmen Klaxon. Die ersten Versuche wollen die Partner in New York starten.

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Durch das Angebot von Voi und Klaxon sollen Rollstuhlfahrer größere Strecken zurücklegen können.
Durch das Angebot von Voi und Klaxon sollen Rollstuhlfahrer größere Strecken zurücklegen können.
(Bild: Voi)

Der E-Scooterverleiher Voi erweitert sein Angebot. Wie das schwedische Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat es eine Zielgruppe erkannt: Rollstuhlfahrer. Gemeinsam mit dem österreichischen Unternehmen Klaxon Mobility will Voi diese mobiler machen.

Und so soll das funktionieren: Klaxon entwickelt eine elektrische Antriebseinheit namens „Klaxon Klick“. Diese lässt sich nach Angaben des Unternehmens ohne großen Aufwand binnen weniger Minuten an herkömmlichen Rollstühlen befestigen.

Das will Voi nun im Sharing-Betrieb testen. Mitarbeiter des Unternehmens bieten künftig auch an, das entsprechende Verbindungsmodul am Rollstuhl kostenlos anzubringen. Wie auch die klassischen Scooter können die Module über die Voi-App gefunden und gebucht werden. Daneben stellen die Schweden ihren Monatspass-Nutzern ein eigene Antriebseinheit von Klaxon in Aussicht.

Klaxon-Mitgründerin Andrea Stella sagte am Donnerstag: „Diese Partnerschaft ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung unseres Traums, Städte zugänglicher zu machen.“ Die Österreicher wollen „jedem die Möglichkeit geben, sich autonom und komfortabel zu bewegen – denn eine Welt ohne Barrieren ist eine lebenswerte Welt“, so Stella.

Voi arbeitet auch an einem Dreirad

Darüber hinaus kündigte Voi an, auch an einem elektrischen Dreirad zu arbeiten. Nutzer sollen das Gefährt im Sitzen steuern können. Einen Prototypen wollen die Schweden ebenfalls zeitnah im Live-Betrieb testen. „Unsere Vision ist es, Menschen mobil zu machen – überall und zu jeder Zeit“, erklärte Claus Unterkircher, der das Geschäft im DACH-Raum bei Voi verantwortet.

Sowohl die Klaxon-Lösung als auch das eigene Dreirad will Voi in den kommenden Monaten in einer Pilotphase in New York einsetzen. Dort beteiligt sich das Unternehmen aktuell an einer Ausschreibung zum Shared-Mobility-Verleihbetrieb.

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