ADAC-Umfrage E-Autos schnell zu laden, ist oft nicht einfach

Quelle: dpa

Das Lade-Angebot für Elektroautos in Deutschland gleicht teilweise weiter einem Dschungel. Ein Fazit des ADAC: Wegen der unübersichtlichen Tarife seien die Kosten für einen Ladevorgang kaum zu kalkulieren.

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Nur 38 Prozent der vom ADAC befragten 400 E-Auto-Fahrer halten die Information über die Kosten an Ladesäulen für ausreichend.
Nur 38 Prozent der vom ADAC befragten 400 E-Auto-Fahrer halten die Information über die Kosten an Ladesäulen für ausreichend.
(Bild: Fastned)

Fast 40 Prozent der vom ADAC befragten Elektroauto-Fahrer sind mit dem Laden auf Langstrecken nicht besonders zufrieden: Auf ihrer Wunschliste stehen neben dem Ausbau des Ladenetzes „eine Vereinfachung der Abläufe, verlässlichere Ladesäulen sowie günstigere Preise und schnelleres Laden“, wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte.

Sorge, die nächste Schnellladestation nicht rechtzeitig zu erreichen, äußerten nur 23 Prozent der 400 befragten E-Autofahrer.

Aber 32 Prozent gaben an, dass Ladeversuche manchmal oder sogar häufiger scheitern. Als Hauptgrund nannten sie defekte, nicht betriebsbereite oder nicht auffindbare Ladesäulen. Dahinter folgten Probleme bei der Freischaltung und nicht akzeptierte Ladekarten oder -Apps.

Besonders ärgerten sich sehr viele Befragte über E-Autofahrer, die nach dem Laden die Säule nicht zügig wieder frei machen: 73 Prozent sagten, sie würden eine Blockiergebühr für E-Autos befürworten, die einen Ladeplatz über das Laden hinaus belegen.

Gut zwei Drittel stimmten der Aussage zu, bezahlen mit gängigen Giro-, Debit- oder Kreditkarten via Kartenlesegerät würde das Verfahren erleichtern. Zumindest neue öffentliche Ladesäulen müssen laut Verordnung ab Mitte 2023 mit Lesegeräten für Debit- und Kreditkarten ausgestattet sein.

Immer noch wenig Preistransparenz

Zudem halten nur 38 Prozent der Befragten die Information über die Kosten für ausreichend. „Elektroautofahrer können an Ladesäulen oft nicht erkennen, welche Preise tatsächlich abgerechnet werden, und teilweise sind die Preise für das Ad-hoc-Laden doppelt so hoch wie die für Vertragskunden“, kritisierte ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze. Angesichts der Preisunterschiede und Unübersichtlichkeit der Tarife seien die Kosten für einen Ladevorgang kaum zu kalkulieren.

Der ADAC hatte online 400 Fahrer von reinen Elektroautos befragt, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal eine Strecke ab 100 Kilometern (einfach) zurückgelegt und dabei eine öffentliche Schnellladesäule genutzt hatten. Das Laden in der Stadt war nicht Teil der Umfrage. Als Vergleichsgruppe wurden zusätzlich 100 Teslafahrer zu ihren Erfahrungen mit den Tesla-Superchargern befragt. Diese wurden laut ADAC in fast allen Kategorien besser bewertet.

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