Digitale Transformation Drei Beispiele: So profitiert Ford vom Silicon Valley

Redakteur: Hendrik Härter

Mit Ford Greenfield Labs verbindet der Autobauer seinen Hauptstandort Detroit mit dem Silicon Valley. Hier entwickeln die Mitarbeiter zusammen mit anderen Start-ups neue Konzepte für die Mobilität. Wir haben uns drei davon angesehen.

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Silicon-Valley-Vibes statt Autoproduktion: Mit seinen Greenfield Labs will Ford bei die Mobilität der Zukunft mitgestalten.
Silicon-Valley-Vibes statt Autoproduktion: Mit seinen Greenfield Labs will Ford bei die Mobilität der Zukunft mitgestalten.
(Bild: Ford Motor Company)

Detroit und Palo Alto. Kaum zwei Städte stehen wohl anschaulicher für den Wandel, in dem sich die Automobilbranche befindet. Auf der einen Seite die Großstadt in Michigan, die mit Öl und Stahl groß wurde. Auf der anderen Seite das hippe Start-up-Zentrum in Kalifornien, das sich über Bits and Bytes definiert.

Immer mehr bewegen sich die klassischen Autohersteller auf die neuen Player zu. So auch mit Ford einer der bedeutendsten Detroit-Vertreter. Seit 2016 ist der Autobauer dort mit dem sogenannten Ford Greenfield Labs aktiv. Bereits mit 2.000 anderen Start-ups hat man sich ausgetauscht, um deren Ideen und Visionen zu verstehen.

Robotik, Bio-Materialien, autonomes Fahren

Drei Start-ups dienen als Beispiel, was sich Ford davon erhofft. Zum Einen die Zusammenarbeit mit dem Robotikunternehmen Symbio Robotics. Dieses setzt künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) ein. Die Mitarbeiter haben zusammen mit Ford an einer Softwareplattform gearbeitet, damit sich Industrierobotern an unsichere Umgebungen anzupassen können.

Ein weiteres Beispiel ist Cruz Foam: Das Unternehmen baut aus dem Biopolymer Chitin einen nachhaltigen Strukturschaum. Dieser lässt sich beispielsweise für den Innenraum von Fahrzeugen, zur Schalldämmung und als Verpackung für Versandteile nutzen. Das Material ist vollständig kompostierbar.

Ein dritter Use Case ist die Kooperation mit Cepton: Sie bieten 3D-Sensoranwendungen sowie Lidar-Sensoren sowohl für die Automobil- als auch für die smarte Infrastruktur an. Der dreh-, spiegel- und reibungsfreie Nova-Lidar basiert auf der patentierten Micro Motion Technology (MMT). Da sich der Sensor fast überall im Fahrzeug integrieren lässt, erlauben die Sensoren im Zusammenspiel eine 360-Grad-Rundumsicht auf die unmittelbare Umgebung.

Das von Cepton entwickelte Lidar wird bei Ford in einigen Smart-City-Projekten eingesetzt. Für den Autobauer ist das die Grundlage, um weitere Funktionen auf dem Weg zum autonomen Fahren voranzutreiben.

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