Deutscher Mobilitätspreis Das sind die zehn Preisträger

Redakteur: Lena Sattler

Die Gewinner des diesjährigen Deutschen Mobilitätspreis stehen fest. Welche zehn Projekte beim Wettbewerb gewonnen haben.

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Unter dem Jahresmotto „intelligent unterwegs: Daten machen mobil.“ fand der Deutsche Mobilitätspreis zum sechsten Mal statt.
Unter dem Jahresmotto „intelligent unterwegs: Daten machen mobil.“ fand der Deutsche Mobilitätspreis zum sechsten Mal statt.
(Bild: Deutscher Mobilitätspreis)

Der Deutsche Mobilitätspreis fand dieses Jahr zum sechsten Mal statt. Mit insgesamt 263 Einreichungen bewarben sich Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und Vereine aus ganz Deutschland. Das Jahresmotto war „intelligent unterwegs: Daten machen mobil.“

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte in einer Mitteilung: „Daten sind der Schlüssel für eine moderne Mobilität. Intelligent genutzt und verknüpft sorgen sie dafür, dass wir künftig noch effizienter, klimafreundlicher und zugleich komfortabler unterwegs sind.“

Das sind die Gewinner des Best-Practice-Wettbewerbs

AAI Intelligent Traffic simuliert Verkehrssituationen für Hersteller und Zulieferer der Autobranche. So können sie ihre Fahrerassistenzsysteme und System zum automatisierten Fahren virtuell prüfen. Die Bedienung erfordert weder ein Fahrzeug noch Testfahrer. Die Unternehmen können die Simulation an jedem Ort durchführen.

Cabdo macht mehrere On-Demand-Services zugänglich. Die Software bündelt verschiedene Fahrten: Dabei können zum Beispiel Personen gleichzeitig mit Waren befördert werden. Gedacht ist das Projekt für Mobilitätsanbieter, Flottenbetreiber, Gewerbetreibende und Endnutzer.

Das Projekt Caruso Dataplace ist ein neutraler Marktplatz. Benutzer haben Zugang zu Automobildaten von mehreren unterschiedlichen Fahrzeugherstellern. Man kann so zum Beispiel überprüfen, ob alle Fahrzeuge am Ende des Tages verschlossen sind. Die Daten werden herstellerunabhängig über eine einheitliche Schnittstelle bereitgestellt.

Die digitale Patientenorientierung soll Patienten dabei helfen, sich mithilfe von einer Live-Indoor-Navigation per App im Krankenhaus zu orientieren. Ziel ist es, Kontakte zu reduzieren. Es sollen dazu auch Sensoren in Handhygiene-Spendern eingesetzt werden. Diese sollen unter anderem die Handhygiene am Spender überprüfen. Außerdem soll das Programm erweitert werden, um Geräte, Personen und Orte verfolgen zu können.

Die Software Sevas und die dazugehörige App soll die Route für den Lkw-Verkehr in Nordrhein-Westfalen verbessern. Mithilfe von aktuellen Lkw-relevanten Daten werden die Fahrer durch Städte und Gemeinden navigiert. Das sind zum Beispiel Durchfahrtsverbote oder Begrenzungen in Höhe, Breite und Länge. Kommunen können außerdem ein Lkw-Vorrangroutennetz festlegen.

Mit dem digitalen Container auf der Schiene sollen Informationen zu Container virtuell zur Verfügung stehen. Die Daten werden aus unterschiedlichen Quellen an einem Ort gesammelt: Zum Beispiel von Eisenbahnverkehrsunternehmen oder Häfen. Ziel ist es, den manuellen Aufwand zu verringern.

Bis Ende 2021 rüsten Siemens Mobility und die Deutsche Bahn vier Fahrzeuge für die Strecke der Hamburger S-Bahn S21 für den automatisierten Bahnbetrieb aus. Das Projekt „Digitale S-Bahn Hamburg“ mit dem Automatisierungssystem Automatic Train Operation (ATO) ist erstmalig in Deutschland.

Die MIA Mobility Engine ist eine Software für Mobilitätsunternehmen und Stadtverwaltungen. Sie überträgt verschiedene Analysemodule für Bewegungsdaten in Echtzeit. Ziel ist eine nachhaltige Mobilität. Das Modul Fahrtauswertung beispielsweise analysiert das Fahrverhalten der Bürger und zeigt wie sich Verkehrsmaßnahmen auswirken.

Der private Güterwagenvermittler VTG hat sein Projekt erweitert: Durch Traigo sollen sich jetzt unter anderem Transportströme und Laufzeitprognosen von Güterwagen vorhersagen lassen. Telematikgeräte an den Wagen analysieren künftige Laufleistungen. Zusätzlich machen Kameras von Messstationen an den Schienen Bilder von den Wagen. Algorithmen berechnen dann die verbleibende Dicke der Bremssohlen.

Unisphere entwickelt die Automatisierung von Drohnen- oder Lufttaxiflügen. Die Softwareplattform Unisphere – Automating Unmanned Aviation simuliert Drohnenflüge vorab und überprüft sie auf ihre Sicherheit. Sie ist gedacht für Organisationen, die Drohnen im Regelbetrieb einsetzen möchten.

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