Eurobike 2022 Das Mofa ist zurück

Quelle: sp-x

In den 70er-Jahren prägten Mofas das Straßenbild in Deutschland. Mittlerweile ist diese Gattung fast ausgestorben. Doch nun deutet sich ein Comeback an – allerdings mit zeitgemäßer Technik.

Die E-Mofas von Brekr verzichten auf Pedalantriebe und müssen insofern als elektrische Leichtkrafträder zugelassen werden.
Die E-Mofas von Brekr verzichten auf Pedalantriebe und müssen insofern als elektrische Leichtkrafträder zugelassen werden.
(Bild: Mario Hommen / sp-x )

Die Trends der diesjährigen Eurobike gleichen denen der vergangenen Jahre. Pedelecs gab es wieder in Hülle und Fülle, kräftig zugenommen hat auch die Zahl der Cargo-Bikes. Es ging um Reiselust, nachhaltige Werkstoffe, CO2-Reduzierung und Micromobility.

Und dann war da noch die Rückkehr des Mofas. Das wird allerdings nicht mehr von knatternden Zweitaktern, sondern rein elektrisch angetrieben. Die meisten dieser mittlerweile variantenreich angebotenen Leisetreter schlagen stilistisch eine Brücke in die 70er-Jahre.

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E-Bike-Cruiser von Super 73

Bereits im Namen verweist darauf die Marke Super 73. Die Spezialität der Amerikaner sind E-Bike-Cruiser mit Hinterradmotor und luftiger Rahmenkonstruktion. Was alle Modellreihen eint, sind kleine Speichenräder mit voluminösen Reifen, Pedalantriebe und lange Sitzbänke.

Speziell die Reihen „RX“ und „S2“ tragen außerdem Tankattrappen. Höherwertige Modelle haben gefederte Fahrwerke. Da es sich im Kern jedoch um elektrisch unterstützte Fahrräder handelt, können die 25 km/h schnellen Stromer ohne Zulassung und Führerschein gefahren werden.

Die Preise variieren zwischen 2.600 und 4.600 Euro. Zum Kauf wird leider nicht das auf der Eurobike gezeigte Super 73 „Kremer Racing Porsche 934“ angeboten, das sich durch goldfarbene BBS-Felgen mit Slick-Bereifung, Gulf-Lackierung, Alcantara-Sitzbank, Feuerlöscher und edlen Komponenten auszeichnet.

Moderne E-Mofas von Brekr

Deutlich moderner wirken die E-Mofas von Brekr. Diese verzichten auf Pedalantriebe und müssen insofern als elektrische Leichtkrafträder zugelassen werden. Auch hier gibt es einen Hinterradmotor, der bis zu 4 kW/5,4 PS leistet. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt wahlweise 25 oder 45 km/h.

Der schwarze Kasten im Zentrum des Rahmens bietet Platz für ein oder zwei Akkupakete für jeweils 50 bis 80 Kilometer Reichweite. Das mit Akkus fast 80 Kilogramm schwere Brekr „B4000“ zeichnet sich durch ein elegantes Design aus, wie sich etwa an der freischwebenden Sitzbank mit integriertem Rücklicht zeigt. Für Selbstabholer kostet das Modell 4.750 Euro.

City-Bike aus Italien

Wiederum stark nach 70er-Jahre-Mofa sieht das „Funky“ der italienischen Firma XP Bikes aus. Auch dieses kombiniert Heckmotor und Pedalantrieb, womit sich das City-Bike mit 20-Zoll-Rädern ebenfalls als Pedelec qualifiziert.

Doch statt als Spritbehälter dient das wuchtige Unterrohr zur Aufnahme für den 696-Wh-Akku. Online wird das Modell für unter 2.000 Euro angeboten.

Ruff Cycles mit klassischer Mofa-Aura

Bereits seit einigen Jahren bietet die Firma Ruff Cycles aus Deutschland E-Bikes an, die sich durch klassische Motorrad-Ästhetik auszeichnen. Mit ihrem vierten Modell, „Lil’Missy“, kokettiert die Lifestyle-Marke hingegen eindeutig mit klassischer Mofa-Aura.

Doch anders als die zuvor genannten Heckmotor-Beispiele setzt Ruff Cycles, wie schon bei anderen Modellen, auf einen Mittelmotorantrieb von Bosch. Damit ist auch das Lil’Missy eindeutig ein Pedelec. Unter anderem die längere Sitzbank sowie 20-Zoll-Räder mit 4 Zoll breiten Reifen sorgen für den Mofa-Look. Die Preise starten bei rund 3.000 Euro.

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