BZ4X Das ist Toyotas erstes Elektroauto

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Christoph Seyerlein

Toyota baut nun auch Elektroautos. Ihre reinen Stromer wollen die Japaner unter der neuen Submarke „BZ“ (beyond zero) verkaufen. Den Anfang macht ein vollelektrisches Crossover mit einer Reichweite von gut 450 Kilometern.

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Der Toyota BZ4X soll ab Ende 2021 bestellbar sein.
Der Toyota BZ4X soll ab Ende 2021 bestellbar sein.
(Bild: Toyota)

Nachdem sich Toyota bezüglich des Siegeszugs der rein batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeuge in der Vergangenheit eher skeptisch gezeigt hatte, muss der Hersteller nun doch Vollgas geben – und tut das auch. Bis zum Jahr 2025 hat er global betrachtet 15 Elektroautos angekündigt.

Das erste davon steht nun in den Startlöchern. Nach der Vorstellung des Konzeptautos im Frühjahr, hat Toyota jetzt die Weltpremiere der Serienversion seines ersten, eigenständigen BEVs gefeiert. Der BZ4X basiert auf der neuen, gemeinsam mit Subaru entwickelten Plattform „e-TNGA“, die eigens für rein elektrisch angetriebene Modelle ausgelegt ist.

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Das Fahrzeug ist gleichzeitig das erste der neuen Submarke „BZ“. Das Kürzel stehtfür beyond zero. Den Anfang macht ein Crossover mit dem eher weniger klangvollen Namen BZ4X, der mit Front- und Allradantrieb verfügbar sein wird.

In der Version mit Frontantrieb ist ein 150 kW/204 PS starker Elektromotor mit 265 Nm Drehmoment verbaut, der den BZ4X in 8,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Schluss ist bei 160 km/h. Die Allradversion leistet 160 kW/217,5 PS, bei einem Drehmoment von 336 Nm: Der Sprint von 0 auf 100 km/h reduziert sich so auf 7,7 Sekunden. Die Reichweite gibt Toyota mit gut 450 Kilometern an, wenngleich das Fahrzeug bislang noch nicht homologiert ist.

Die Markteinführung ist für den Sommer 2022 geplant. Noch Ende dieses Jahres will Toyota aber über eine digitale Reservierungsfunktion bereits erste Kundenbestellungen aufnehmen. Preisangaben hat der Hersteller bislang noch nicht gemacht.

Das Design des Elektroautos ist nah dran am Konzeptauto: Die Frontpartie kommt ohne großen Kühlergrill aus. Dafür prägen extrem schmale Scheinwerfer das Gesicht des BEVs. Für eine SUV-Optik sorgen bis zu 20 Zoll große Reifen in ausgestellten Radkästen und markante Schwellerverkleidungen. Auffällige Rückleuchten betonen die Fahrzeugbreite.

Im Vergleich zu seinem SUV-Schwestermodell RAV4 Hybrid ist der BZ4X 85 Millimeter flacher und hat einen um 160 Millimeter längeren Radstand. Der mit einem höhenverstellbaren Boden ausgestattete Kofferraum fasst je nach Ausstattung bis zu 452 Liter.

Die technischen Details

Durch die Kombination aus einem langen Radstand und kurzen Überhängen bietet das Crossover fünf Insassen ein großzügiges Platzangebot. Die Lithium-Ionen-Batterie mit 71,4 kWh Speicherkapazität ist als Teil des Fahrgestells unter dem Fahrzeugboden montiert: Das geht mit einem niedrigen Schwerpunkt, einer gut ausbalancierten Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und einer hohen Karosseriesteifigkeit einher. Zum Einsatz kommt im Crossover auch der sogenannte „Single Pedal Drive“: Sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, verzögert das Fahrzeug dank verstärkter Bremsenergierückgewinnung – und das sogar bis zum Stillstand.

Das Allradsystem, das speziell für E-Autos ausgelegt ist, hat Toyota gemeinsam mit Subaru entwickelt: Im BZ4X sind die Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse platziert. Der Fahrer hat die Wahl zwischen verschiedenen Fahrmodi: Schnee/Schlamm, Tiefschnee und Schlamm (unter 20 km/h), sowie für besonders anspruchsvolles Gelände Control (unter 10 km/h).

Was die Batterie angeht, kommen im Modell eine Wärmepumpe und ein Heizsystem zum Einsatz, die das Fahrzeug wintertauglich machen sollen. Erfreulich für die europäischen Kunden ist, dass der BZ4X über einen CCS2-Anschluss verfügt, der das Aufladen an 150-kW-Schnellladesäulen ermöglicht. Auch ein optionales Solardach ist verfügbar. Damit lässt sich die Kraft der Sonne zum Aufladen nutzen.

Auch Over-the-Air-Updates sind möglich

Im batterieelektrischen Crossover debütiert zudem die dritte Generation von Toyotas Assistenz- und Sicherheitssystemen namens Safety Sense: Unter anderem hat der Hersteller den Millimeterwellenradar verbessert, um Gefahren früher zu erkennen. Das erweiterte Pre-Collision System entdeckt entgegenkommende und einscherende Fahrzeuge frühzeitig und reagiert entsprechend, indem es die Geschwindigkeit anpasst und notfalls ein Bremsmanöver einleitet. Mithilfe von „Over-the-Air“-Updates will Toyota die Software kontinuierlich aktualisieren.

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