Carsharing Cambio: „Wir wachsen nachfrageorientiert und nicht angebotsorientiert“

Hinter bekannten Carsharing-Anbietern stehen oft finanzkräftige Investoren. Cambio kann auf solche Quellen nicht zurückgreifen. Dennoch hat das Unternehmen 2021 ein erfolgreiches Jahr hingelegt. Wie sich der Mittelständler im Wettbewerb weiter behaupten will.

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Cambio gibt es derzeit in 33 deutschen Städten.
Cambio gibt es derzeit in 33 deutschen Städten.
(Bild: Cambio)

Corona hat die Carsharing-Branche 2020 hart getroffen, inzwischen haben sich viele Anbieter aber längst erholt. So auch Cambio. Das Bremer Unternehmen zog nun eine positive Bilanz für das Jahr 2021. Der Umsatz lag bei 42,75 Millionen Euro und damit sogar um gut ein Viertel (25,5 %) über dem Niveau aus dem Vor-Corona-Jahr 2019. Zum Gewinn machte Cambio keine Angaben, erklärte aber auf Nachfrage: „Wir schreiben schwarze Zahlen und das schon seit vielen Jahren. Gewinne fließen in den Ausbau des Carsharing-Angebots oder dienen der personellen Aufstockung im Unternehmen.“

Im letzten Jahr kamen bei Cambio die Standorte Düsseldorf, der Kreis Euskirchen, Erftstadt und Kappeln neu in Deutschland dazu. Insgesamt gibt es das Carsharing-Angebot damit in nunmehr 33 Städten hierzulande. Vor allem im Westen und Norden ist der Anbieter stark vertreten.

2021 verzeichnete Cambio nach eigenen Angaben hierzulande über 870.000 Buchungen. Zum Kundenstamm zählen hierzulande demnach aktuel gut 108.000 Personen, 12 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist. Seine Flotte baute das Unternehmen um 13 Prozent auf insgesamt 2.050 Fahrzeuge aus.

Im neuen Jahr will Combio nun sein Netz weiter ausbauen. Dabei will das Unternehmen nach und nach vor allem Nachbarorte der Städte erschließen, in denen es bereits aktiv ist. „Wir wachsen nachfrageorientiert und nicht angebotsorientiert. Eine Zielgröße für die Expansion gibt es nicht. Idealerweise ergibt sich ein Interesse von einem Unternehmen oder einer Kommune und wir entwickeln gemeinsam den Aufbau eines Angebots“, teilte Cambio auf Nachfrage mit.

Cambio setzt auf stationsbasiertes Carsharing

Als Wettbewerber sieht der Mittelständler vor allem diejenigen, „die über Nacht mit einer großen Anzahl an Fahrzeugen neue Märkte erschließen wollen und mit einem großen Werbebudget auf sich aufmerksam machen. Wir müssen mit unserem Werbe-Budget haushalten und können keine Einstiegsangebote offerieren, die unsere „schwarze Zahl am Ende des Jahres“ gefährdet“, hieß es. Finanzstarke Investoren habe man anders als mancher Konkurrent nicht in der Hinterhand. Das eigene Angebot sei aber der Beweis dafür, dass es auch anders und abseits der Metropolen möglich sei, mit Carsharing Erfolg zu haben.

Cambio konzentriert sich auf stationsbasiertes Carsharing. Den Kunden sei es wichtig, am Ende ihrer Fahrt einen reservierten Stellplatz vorzufinden, erklärte das Unternehmen.

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