Elektromobilität BSVG nimmt neuen Betriebshof für Elektrobusse in Betrieb

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH weihte im Beisein von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Vertretern des Bundes, der niedersächsischen Stadt und den Projektbeteiligten feierlich ihren neu gestalteten Busbetriebshof ein. Am Lindenberg hat das Unternehmen drei neue Bus-Ports sowie die größte Photovoltaikanlage im Stadtgebiet errichtet.

Feierliche Einweihung des neuen Depots: BSVG-Aufsichtsratsvorsitzender Claas Merfort, Oberbürgermeister Thorsten Kornblum, Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, BSVG-Geschäftsführer Frank Brandt und Carsten Sieloff von der LNVG (vlnr.)(Bild:  BSVG)
Feierliche Einweihung des neuen Depots: BSVG-Aufsichtsratsvorsitzender Claas Merfort, Oberbürgermeister Thorsten Kornblum, Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, BSVG-Geschäftsführer Frank Brandt und Carsten Sieloff von der LNVG (vlnr.)
(Bild: BSVG)

Seit 2018 wurde der Busbetriebshof am Lindenberg auf etwa 50.000 Quadratmetern grundlegend neugebaut. Während der gesamte Busbetrieb über acht Jahre ohne Unterbrechung weiterlief, entstanden neue Werkstätten, ein modernes Verwaltungsgebäude und zuletzt drei neue Bus-Abstellhallen, die Bus-Ports. Darüber hinaus wurde der Betriebshof mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet – mit einer Größe von 12.900 Quadratmetern und einer Peak-Leistung von 1,8 MWp die größte im Braunschweiger Stadtgebiet. Der Neubau ist jetzt abgeschlossen und das vollständig modernisierte Depot bietet Platz für rund 165 Busse und erfüllt alle technischen Anforderungen für den Betrieb der elektrischen Flotte.

Fast jeder dritte Bus elektrisch unterwegs

Mit 50 neu angeschafften Stromern ist inzwischen fast jeder dritte Bus der BSVG-Flotte elektrisch unterwegs: Die Neuanschaffungen umfassen 32 MAN Lion’s City E 12 C und 18 C sowie Daimler Buses eCitaro G. Mit den verschiedenen Modellen verfügt die BSVG über Busse mit unterschiedlichen Ladesystemen. Während die Fahrzeuge von MAN als Depotlader auf dem Betriebshof laden, können die Daimler-Busse zusätzlich während des Linienbetriebs per Stromabnehmer nachgeladen werden. 55 Ladepunkte zum Depotladen und ein Pantografenmast stehen auf dem Betriebshof bereit. Das Laden über die Stromabnehmer auf dem Fahrzeug ist an zwei Haltestellen im Braunschweiger Stadtgebiet sowie am Bahnhof in Wolfenbüttel möglich.

Der Bund förderte sowohl die Beschaffung der Busse als auch den Bau der Ladeinfrastruktur. Bei knapp 34 Millionen Euro betrug die Investitionssumme für die Busse etwa 23 Millionen Euro und fast 11 Millionen Euro für die Infrastruktur. Der Bund übernahm davon 15 und 3,3 Millionen Euro.

Das Land Niedersachsen beteiligte sich finanziell mit 5,6 Millionen Euro an der Busbeschaffung und mit etwa 12 Millionen Euro am gut 42 Millionen Euro teuren Neubau des Betriebshofs.

Das Projekt wird im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Bundesweit wurden bereits 5.300 klimafreundliche Busse sowie die dazugehörige Betankungs- und Ladeinfrastruktur unterstützt. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von NOW koordiniert und durch den Projektträger Jülich umgesetzt.  (se)

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