Elektromobilität BMW und Encory nutzen Direktrecycling zur Gewinnung von Batterierohstoffen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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In Salching ist der Startschuss für den Betrieb des Kompetenzzentrums Batteriezellrecycling gefallen. In diesem Gemeinschaftsprojekt setzen BMW und Encory auf Direktrecycling, bei dem Reststoffe aus der Batteriezellfertigung bis hin zu ganzen Batteriezellen mechanisch zerlegt und diese in den Kreislauf der Zellfertigung zurückgegeben werden.

BMW hat mit dem Direktrecycling eine Methode entwickelt, die die bisher übliche, energieintensive chemische oder thermische Aufbereitung überflüssig macht.(Bild:  BMW)
BMW hat mit dem Direktrecycling eine Methode entwickelt, die die bisher übliche, energieintensive chemische oder thermische Aufbereitung überflüssig macht.
(Bild: BMW)

Dadurch, dass beim Direktrecycling die Rohstoffe nicht komplett in ihren Ursprungszustand zurück verwandelt, sondern „direkt“ in den Kreislauf der Zellfertigung zurückgegeben werden, entfällt die bisher übliche, energieintensive chemische oder thermische Aufbereitung. Diese Methode wurde von BMW entwickelt. Im neuen Cell Recycling Competence Center (CRCC) wird das Direktrecycling in einem größeren Maßstab aufgebaut und stufenweise angewendet, sodass nach der vollständigen Inbetriebnahme jährlich Batteriezellmaterial im mittleren zweistelligen Tonnenbereich recycelt werden kann. Die so gewonnenen Rohstoffe sollen in Zukunft direkt in der Pilotfertigung von Batteriezellen im hauseigenen Kompetenzzentrum für Batteriezellfertigung Parsdorf zum Einsatz kommen.

Starke Partnerschaft

Für das neue Kompetenzzentrum wird eine bestehende Halle im niederbayerischen Salching (Landkreis Straubing-Bogen) genutzt. Neben der Produktions- und Lagerfläche von etwa 2.100 m² verfügt das Gebäude über knapp 350 m² Büro- und Pausenräume sowie über Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach. Während das Kompetenzzentrum von Encory aufgebaut und betrieben wird, liegt das geistige Eigentum des Recyclingverfahrens vollständig bei BMW. Als Joint-Venture des Autobauers und der Interzero Group entwickelt und implementiert Encory Logistik- und Beratungslösungen unter anderem in den Bereichen Rückholung, Recycling und Wiederaufbereitung von Fahrzeugkomponenten. Beide Partner sind zu je 50 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Im neuen Kompetenzzentrum werden etwa 20 Personen beschäftigt sein.

Auf die richtige Batteriezellstrategie setzen

Der Automobilhersteller bündelt sein Batteriezell-Knowhow in seinen Kompetenzzentren in München, Parsdorf und Salching. Im Battery Cell Competence Center (BCCC) im Münchner Norden werden die Batteriezellen für neue Hochvoltbatterien entwickelt und in einer kleinen Zahl hergestellt. Die beste Batteriezelle aus dem BCCC wird im Parsdorfer Cell Manufacturing Competence Center (CMCC) auf einer Pilotlinie in Richtung Serienprozess skaliert. Das Recycling der Überschüsse aus der Parsdorfer Pilotfertigung erfolgt im CRCC in Salching. Die dort gewonnenen Rohstoffe werden dann wieder in der Zellproduktion eingesetzt. So bleiben die Wege zwischen allen Kompetenzzentren kurz und wertvolle Rohstoffe gehen nicht verloren.

Kreislaufwirtschaft spielt für BMW eine wichtige Rolle, um Mobilität ressourcenschonender zu gestalten. Der Ansatz basiert darauf, Materialien bestmöglich im Kreislauf zu halten, damit Ressourcen langfristig und werterhaltend genutzt werden. Die Münchner folgen dabei den Prinzipien Re:Think, Re:Duce, Re:Use und Re:Cycle. Vom Fahrzeugdesign über die Fertigung bis hin zu Recycling und Wiederverwertung zielt alles darauf ab, dass Fahrzeuge am Ende ihrer Nutzungsphase als Rohstoffquelle zur Verfügung stehen. einen neuen Produktionsprozess. So gehen bereits heute recycelte und wiederverwendete Materialien in die Fahrzeuge des Unternehmens ein.  (se)

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