Zugverkehr Bahn baut Oberleitungsinseln für Akku-Züge

Quelle: sp-x

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Die Bahn will ihre Diesel-Züge loswerden. Dabei setzt das Logistikunternehmen auch auf eine neue Elektrifizierungs-Strategie.

In Betrieb gehen sollen die neuen Strecken Ende 2023.
In Betrieb gehen sollen die neuen Strecken Ende 2023.
(Bild: Deutsche Bahn/Volker Emersleben)

Die Deutsche Bahn hat mit dem Bau von „Oberleitungsinseln“ begonnen. Erste Masten sind nun nahe Kiel errichtet worden. Mit den elektrifizierten Teilstücken sollen die Elektrifizierungslücken im Regionalverkehr geschlossen werden. Spezielle Akku-Züge werden auf Teilstücken direkt mit Fahrstrom versorgt und überbrücken die übrigen Etappen mit einer Batterie.

In Betrieb gehen sollen die neuen Strecken Ende 2023 im Nahverkehr in Schleswig-Holstein, weitere Anlagen sind für Rheinland-Pfalz und die Rhein-Ruhr-Region geplant. Mit Hilfe der neuen Elektrifizierungs-Strategie sollen pro Jahr bis zu 10 Millionen Liter Diesel gespart werden.

Insel-Strategie in erster Linie für Nebenstrecken

Aktuell sind nicht einmal zwei Drittel des deutschen Schienennetzes elektrifiziert. Besser sieht es mit der Elektrifizierung aus, wenn man nicht das Netz, sondern die Verkehrsleistung betrachtet. Sie wird im Personen-Fernverkehr zu 93 Prozent elektrisch erbracht, im Güterverkehr zu 93 Prozent und im Nahverkehr zu 83 Prozent. Grund ist, dass es sich bei Oberleitungs-Strecken überwiegend um die deutlich stärker befahrenen Hauptstrecken handelt. Die Insel-Strategie dürfte also in erster Linie Nebenstrecken zugutekommen. Konkret nennt die Bahn die Regionen Kiel, Bad Oldesloe und Büchen sowie später Flensburg, Heide, Husum und Tönning.

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