MobilitätsservicesAutos nutzen, ohne zu besitzen – fünf Modelle
Von
sp-x
Mieten, leasen oder abonnieren – mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, Autos zu nutzen, ohne sich daran länger binden zu müssen. Jedes Modell hat seine ganz eigenen Vorzüge, aber auch Haken.
Cambio ist ein stationsbasierter Carsharing-Anbieter, der seinen Mitgliedern eine größere Bandbreite von Autotypen bereitstellen kann.
(Bild: Cambio)
Wer ein Auto nutzen will, muss sich nicht zwangsläufig eines kaufen. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, einen Pkw für einen kurzen oder auch langen Zeitraum zu mieten. Man muss kein Kapital binden, genießt viele Freiheiten und spart mitunter auch Geld. Doch es gibt auch manchen Nachteil.
Leasing
Beim Autoleasing handelt es sich um eine Art Langzeitmiete. In der Regel überlässt ein Autohändler dem Leasingnehmer einen neuen Pkw für einen festgelegtem Zeitraum und verlangt dafür im Gegenzug eine monatliche Leasingrate. Der Kunde bindet sich zwei, drei oder vier Jahre an das Leasingfahrzeug, welches er nach Ablauf des Vertragszeitraums an die Leasinggesellschaft zurückgibt.
Leasingverträge lassen sich in der Regel nicht vorzeitig kündigen. Wer also das geleaste Auto nicht nutzt, wird dennoch weiter Leasingraten zahlen müssen. Die Höhe der monatlichen Rate ist abhängig von Modell, Marke, Jahreslaufleistung, Ausstattung und kann recht unterschiedlich ausfallen.
Eigentümer des Leasingfahrzeugs bleibt der Autohändler, doch als Nutzer und Halter ist der Leasingnehmer für das Fahrzeug verantwortlich. Er zahlt Steuern und Versicherung und ist für Reifenwechsel, Wartung und Reparaturen verantwortlich. Das trifft selbstverständlich auf die Energiekosten zu. Wenn der Leasingnehmer nach Ablauf der Laufzeit das Fahrzeug an den Händler zurückgibt, könnten je nach Zustand und Laufleistung weitere Kosten anfallen oder möglicherweise auch Geld an ihn zurückfließen.
Leasing wird häufig als Alternative zum Fahrzeugkauf genutzt. Beliebt ist es vor allem bei Unternehmen, um Fahrzeuge für geschäftliche Zwecke zu nutzen, ohne die für einen Erwerb erforderlichen Geldmittel aufbringen zu müssen. Auch Privatpersonen können Autos leasen.
Vorteil: Man fährt ein neues Auto, ohne große Summen investieren zu müssen. Man muss sich am Ende der Leasingzeit nicht um den Verkauf kümmern, sondern gibt das genutzte Auto einfach wieder an den Händler zurück.
Auto-Abo
Eine noch junge Spielart der Fahrzeugmiete ist das Auto-Abo. Auch hier zahlt der Kunde eine monatliche Nutzungsgebühr an den Anbieter, meist an einen Händler oder den Hersteller, der für die Nutzungszeit wie beim Leasing weiterhin die Eigentumsrechte am Fahrzeug behält.
Im Gegensatz zum Leasing sind Abos hinsichtlich ihrer Laufzeit meist flexibler. Entscheidender jedoch ist: Der beim Abo monatlich fällige Betrag ist ein Flatrate-Tarif, der alle Nebenkosten für den Autobesitz inkludiert. Der Abonnent wird in der Regel nur die Energiekosten zahlen, was einen transparenten Kostenüberblick bei der Autonutzung erlaubt. Allerdings liegen die monatlichen Raten deshalb auch weit über denen von Leasingfahrzeugen.
Vorteil: Beim Auto-Abomuss sich der Abonnent um nichts kümmern. Er mietet das Auto mittel- bis langfristig, alle Nebenkosten sind im Mietpreis enthalten und damit die Autokosten insgesamt transparent. Meist sind die Verträge zudem kurzfristig kündbar.
Stationsbasiertes Carsharing
Eine weitere Alternative ist das Carsharing. Hier wird der Nutzer meist mit einem Anbieter einen langfristigen Vertrag als Mitglied abschließen, der dann zur Nutzung eines in bestimmten Bereichen bereitgestellten Fuhrparks berechtigt. Bei stationsbasierten Carsharing-Anbietern stehen diese in ausgewiesenen Parkbereichen für die Kunden bereit. Wer ein Fahrzeug für einen bestimmten Zeitraum anmieten will, muss dieses meist mit etwas Vorlauf reservieren. Das Auto selbst wird nach der Nutzung wieder am Abholort abgestellt.
Jedes Carsharing-Unternehmen bietet mehrere alternative Preismodelle an. So gibt es Tarife, bei denen die monatliche Grundgebühr niedrig aus- oder gar entfällt, jedoch die Kosten für Nutzung höher sind, was denjenigen entgegenkommt, die nur selten ein Fahrzeug mieten. Wer häufiger mietet, wird meist eine höhere Grundgebühr mit günstigeren Mietkonditionen wählen. Im Mietpreis sind bereits alle Kosten der Fahrzeugnutzung enthalten. Kunden müssen sich zudem nicht wie beim Leasing oder Abo langfristig an ein spezielles Fahrzeug binden. Entsprechend lassen sich bedarfsgerecht für die Stadt kleine, für eine Reise oder den Umzug auch größere Autos mieten.
Vorteil: Man hat ein Auto nur dann, wenn man es auch wirklich braucht. Die wesentlichen Kosten entstehen zudem nur mit einer Nutzung. In der Regel hat man für kleines Geld stets Zugriff auf ein Auto, ohne sich damit dauerhaft an dieses binden zu müssen. Nachteil: Die Bindung an feste Stellplätze schränkt die Flexibilität ein.
Stand: 08.12.2025
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Free-floating-Carsharing
Vom Grundprinzip ähnlich wie die stationsbasierten sind Carsharing-Anbieter, deren Fahrzeuge sich zumeist auf bestimmte Stadtgebiete ohne feste Station verteilen. Auch hier wird man ein Mitglied und wählt einen auf das Nutzungsverhalten ausgerichteten Grundtarif. Der besondere Unterschied zum stationsbasierten Carsharing-Anbieter sind die frei im Nutzungsbereich auf Kunden wartenden Fahrzeuge. Deren Standorte kann sich der potenzielle Mietkunde auf dem Smartphone unterwegs anzeigen lassen und sogar ohne Reservierung spontan anmieten.
Im Mietpreis, der entweder auf Basis von Nutzungsdauer oder zurückgelegter Strecke abgerechnet wird, sind meist alle Kosten enthalten. Nach einer Fahrt kann das Fahrzeug meist auf einem öffentlichen Parkplatz am Zielort abgestellt werden, wo es auf den nächsten Nutzer wartet. Das Free-Floater-Prinzip ist auf Kurzzeitmieten ausgelegt, die meisten Vermieter verleihen ihre Autos bei Bedarf auch über mehrere Tage.
Vorteil: Das Free-Floater-Prinzip erlaubt eine flexible und spontane Nutzung, die Kosten sind zudem transparent. Bei großen Anbietern, die in mehreren Städten präsent sind, können registrierte Kunden Fahrzeuge auch am Wohnort anmieten. Nachteil: Free-floating-Angebote gibt es häufig nur in Ballungszentren.
Mietwagen
Der Klassiker der vorübergehenden Autonutzung ist der Mietwagen. Anbieter gibt es überall. Ein Kunde muss kein Mitglied sein. Der Nutzer kann einfach ein Auto einer bestimmten Kategorie zur Miete für kurze oder lange Zeiträume und Strecken anmieten. Auch hier sind im Mietpreis mit Ausnahme von Benzin, Diesel oder Strom alle Kosten enthalten. Besonders beliebt sind Mietwagen bei Urlaubsreisenden, denn Autovermieter betreiben Anmietstationen vor allem in der Nähe von Flughäfen und Bahnhöfen.
Aber auch für andere Nutzungsszenarien lassen sich Mietwagen einsetzen. In der Regel wird man eine Anmietung über das Internet anfragen. Dies geschieht zumeist mit etwas Vorlauf, viele Autovermieter und Stationen reagieren auch auf kurzfristige oder spontane Anfragen, wenn Fahrzeuge verfügbar sind. Die Preise variieren nach Angebot und Nachfrage allerdings stark. Wer keine Alternative hat, muss unter Umständen für einen Mietwagen viel Geld zahlen. Wer mit Vorlauf und antizyklisch mietet, findet allerdings oft auch günstige Angebote. Bis auf den Sprit sind auch hier im Mietpreis alle Kosten inkludiert, sofern Mietzeitraum und Kilometerzahl nicht überschritten werden.
Vorteil: Sehr flexibel hinsichtlich Mietzeitraum und Ort der Anmietung. Vor allem bei Urlaubern sind Mietwagen beliebt. Die Kosten sind transparent, können wie erwähnt aber hoch ausfallen.