Second Life Aussortierte Bus-Batterien werden in Hannover zum Energiespeicher für Straßenbahnen

Autor: Christoph Seyerlein

Die Batterie ist entscheidend für die Umweltbilanz von Elektro-Fahrzeugen. Da sie nicht ewig als Antriebseinheit eingesetzt werden kann, sind Second-Life-Anwendungen gefragt. Ein Projekt dazu starten nun Mercedes und die Hannoverschen Verkehrsbetriebe.

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Für den Einsatz als Antrieb von E-Bussen eignen sich Batterien fünf bis sechs Jahre lang. Danach gibt es weitere Einsatzmöglichkeiten.
Für den Einsatz als Antrieb von E-Bussen eignen sich Batterien fünf bis sechs Jahre lang. Danach gibt es weitere Einsatzmöglichkeiten.
(Bild: Mercedes-Benz)

Mercedes und die Hannoverschen Verkehrsbetriebe starten ein Modellprojekt für einen Second-Life-Ansatz von ausrangierten Elektrobus-Batterien. Akkus, die zunächst im elektrischen Stadtbus E-Citaro zum Einsatz kommen, sollen künftig im Anschluss als stationäre Energiespeicher für Straßenbahnen zum Einsatz kommen. Die Entwicklung übernimmt die Mercedes Benz Energy GmbH in Kamenz. Im vierten Quartal des laufenden Jahres sollen die ersten umfunktionierten Akkus in einem neuen Gleichrichter-Unterwerk in Hannover zum Einsatz kommen.

Nach fünf bis sechs Jahren haben Batterien als Antriebseinheit von Bussen nach Mercedes-Angaben etwa 20 Prozent ihrer Kapazität verloren. Dann liefern sie nicht mehr die notwendige Energie für eine ausreichende Reichweite der Stromer.

Lastspitzen ausgleichen, Netzausfälle kompensieren

Sind die Batterien umfunktioniert, sollen sie den Ausgleich von Lastspitzen ermöglichen und auch dazu beitragen, den Betrieb bei Netzausfällen aufrecht erhalten zu können. Der Pilotspeicher hat eine Kapazität von 500 kWh und besteht aus 20 Batteriesystemen.

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Entwicklungsredakteur