ADAS und automatisiertes Fahren Aumovio gewinnt ersten chinesischen Autobauer für seine Satellitenkameras

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Aumovio, die Ex-Automotive-Sparte von Continental, konnte im dritten Quartal dieses Jahres Serienaufträge für seine neuen Satellitenkameras verbuchen. Wie der Zulieferer bekanntgab, belaufen sich die Bestellungen zweier asiatischer Automobilhersteller auf mehr als 500 Millionen Euro. Der Produktionsstart bei beiden Fahrzeugherstellern ist für das vierte Quartal 2027 geplant.

Aumovios neue Satellitenkamerageneration ermöglicht durch verschiedene Öffnungswinkel eine redundante 360-Grad-Umfelderfassung.(Bild:  Aumovio)
Aumovios neue Satellitenkamerageneration ermöglicht durch verschiedene Öffnungswinkel eine redundante 360-Grad-Umfelderfassung.
(Bild: Aumovio)

Mehr als eine halbe Milliarde Euro konnte Automobilzulieferer Aumovio durch Serienaufträge für seine neuen Satellitenkameras eines chinesischen und eines asiatischen Autobauers im dritten Quartal 2026 verzeichnen. Insbesondere der Auftrag aus dem Reich der Mitte ist Grund zur Freude, denn damit kommt Aumovios Technik erstmals bei einem chinesischen Fahrzeughersteller zum Einsatz. „Die Aufträge in Asien für unsere neueste Generation von Satellitenkameras bestätigen unsere Strategie“, ist sich Ismail Dagli, Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsfelds Autonomous and Commercial Mobility bei Aumovio sicher. „Wir unterstützen asiatische Automobilhersteller bei ihrer internationalen Expansion, indem wir lokale Entwicklung mit unserem globalen Produktionsnetzwerk verbinden. So begleiten wir unsere Kunden in den Märkten, in denen sie uns brauchen. […]“

Optische Stabilität trifft auf Kompatibilität zu Software-Plattformen für AD

Beim chinesischen Fahrzeughersteller unterstützt die modulare Kameraplattform assistiertes und automatisiertes Fahren auch unter extremen Bedingungen. Eine Software-basierende Bildoptimierung verbessert die Bildqualität bei schwachem Licht und ermöglicht damit den Einsatz von Fahrerassistenzfunktionen bei Nacht. Die Satellitenkameras sollen nach eigenen Aussagen langfristige optische Stabilität mit der Kompatibilität zu gängigen Software-Plattformen für automatisiertes Fahren verbinden. Das robuste optische Design gewährleistet eine gleichbleibend hohe Bildqualität über die gesamte Fahrzeuglebensdauer – auch bei Temperaturschwankungen und Alterungseffekten. Flexible Schnittstellen erleichtern die Integration in unterschiedliche Architekturen für automatisiertes Fahren.

Mit der Einführung automatisierter Fahrfunktionen in immer mehr Märkten steigen die Anforderungen an ihre Zuverlässigkeit im Alltag. Die Satellitenkameras sind für den zuverlässigen Betrieb bei Temperaturen bis zu –40 Grad Celsius sowie bei Schnee, Eis und schwachem Licht ausgelegt. Sie bieten Bildsensoren mit Auflösungen von 1,3 bis 8 Megapixel, unterschiedliche Öffnungswinkel und einen hohen HDR. Zudem lassen sich die Kameras mit einer Enteisungs- und Antibeschlagfunktion sowie einer Bildoptimierung konfigurieren, um die Anforderungen unterschiedlicher Fahrzeugmodelle an automatisiertes Fahren zu erfüllen.

Local-for-Local-Strategie

Neben der Zuverlässigkeit unter extremen Umgebungsbedingungen spielen lokale Entwicklungs- und Produktionskapazitäten für den Serieneinsatz immer mehr eine wichtige Rolle. Weltweit strengere Vorschriften und steigende Kundenerwartungen erhöhen die Anforderungen an Automobilhersteller und ihre Technologiepartner.

Aufgrund seiner lokalen Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in diversen Märkten kann das Unternehmen seine Kameralösungen an individuelle Kundenanforderungen anpassen und Fahrzeughersteller von der Entwicklung bis zur Serienproduktion begleiten. So trägt der Zulieferer dazu bei, dass assistierte und automatisierte Fahrfunktionen in einem immer breiteren Spektrum realer Verkehrs- und Umgebungsbedingungen weltweit zum Einsatz kommen können. (se)

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