Elektromobilität Audi lässt sich China-Schlupfloch beim Verbrenner-Aus

Autor: Christoph Seyerlein

Noch fünf Jahre wollen die Ingolstädter neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren entwickeln. In der Produktion soll 2033 endgültig Schluss sein. Für China könnte es allerdings eine Ausnahme geben, kündigte Audi-Chef Markus Duesmann an.

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Audi-Chef Duesmann will mit seiner Elektrostrategie für „notwendige Klarheit“ sorgen.
Audi-Chef Duesmann will mit seiner Elektrostrategie für „notwendige Klarheit“ sorgen.
(Bild: Audi)

Die Nachricht, dass Audi 2026 sein letztes neu entwickeltes Auto mit Verbrennungsmotor auf den Markt bringen will, hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt. Am Dienstag bestätigte Firmenchef Markus Duesmann die Pläne im Rahmen einer Konferenz der Stiftung Klimaneutralität nun auch offiziell. Allerdings ließ er sich für Audis wichtigsten Markt China eine Hintertür offen.

Bereits in vier Jahren werde die Produktion des letzten komplett neu entwickelten Verbrenner-Modells von Audi, ein Fahrzeug aus der Q-Baureihe, beginnen, so Duesmann. Bis 2033 lasse man die Herstellung von Verbrennern nach und nach auslaufen. Spätestens 2050 solle Audi klimaneutral sein.

Allerdings rechnen die Ingolstädter in China über 2033 hinaus mit einer anhaltenden Nachfrage nach Verbrennern. Deshalb könnte es dort ein Angebot mit solchen Fahrzeugen aus lokaler Produktion geben, teilte die VW-Tochter mit. Audi ist vom chinesischen Markt extrem abhängig: 2020 stammten knapp 43 Prozent des weltweiten Neuwagenabsatzes der Marke aus dem Reich der Mitte.

„Der letzte Verbrenner wird der Beste sein, den wir je gebaut haben“

Duesmann erklärte: „Mit dieser Roadmap schaffen wir die notwendige Klarheit für einen entschlossenen und kraftvollen Umstieg in das Elektrozeitalter. Unser Signal: Audi ist bereit.“

Bis es so weit ist, wolle man aber auch in die Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren „volle Energie“ stecken. Duesmann versprach: „Der letzte Verbrenner von Audi wird der Beste sein, den wir je gebaut haben.“

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Entwicklungsredakteur