Antriebswende Audi will offenbar ab 2026 keine Verbrenner mehr entwickeln

Autor: Christoph Seyerlein

Schon vor seinem Amtsantritt im April 2020 hat Audi-Chef Markus Duesmann offenbar radikale Pläne geschmiedet. Der Manager gibt Verbrennungsmotoren in der Entwicklung nur noch fünf Jahre. Ab dann heißt es bei den Ingolstädtern endgültig: Alles auf Strom.

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Audi setzt offenbar voll auf die Elektromobilität.
Audi setzt offenbar voll auf die Elektromobilität.
(Bild: Audi)

Audi will offenbar radikaler auf Elektromobilität schwenken als bisher bekannt. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) berichtet, hat Firmenchef Markus Duesmann das Enddatum für die Entwicklung neuer Modelle mit Verbrennungsmotor auf 2026 festgelegt. Darüber soll der CEO am Donnerstag zunächst Betriebsräte und anschließend die Topmanager unterrichtet haben. Auch Hybride sollen dann keine Option mehr sein.

Den Plan hat Duesmann aber offenbar nicht von heute auf morgen geschmiedet: Dieser habe schon vor seinem Amtsantritt im April 2020 gefasst, Volkswagen-Chef Herbert Diess sei eingeweiht gewesen, schreibt die SZ.

Bekannte und verkaufsstarke Modelle wie der A3 und der A4 sollen demnach keine Nachfolger für ihre aktuellen Generationen mehr erhalten. Stattdessen würden sie als Elektroautos komplett neu konzipiert und umbenannt. Letztes neues Verbrennermodell soll 2026 offenbar ein Q-Modell werden.

Den Verkauf von Verbrennern will Audi allerdings erst ein wenig später aufgeben. Das soll offenbar Anfang der 2030er-Jahre geschehen. Dann wollen die Ingolstädter voll auf Elektroautos setzen.

VW zögert bislang

Audi ist nicht der erste Hersteller, der ein Enddatum für den Verbrennungsmotor festlegt. Das hatten zuletzt bereits beispielsweise Jaguar Land Rover, General Motors oder Ford getan. Bei Volkswagen zögert man dagegen trotz der starken Fokussierung auf batteriebetriebene Autos mit einer solchen Aussage.

Betrachtet man die bisherigen Verkaufszahlen, wirkt die Audi-Strategie durchaus gewagt. Im vergangenen Jahr setzte der Hersteller weltweit insgesamt 47.324 reine Elektroautos ab. Bei einem Gesamtvolumen von knapp 1,7 Millionen Fahrzeugen entsprach das einem Anteil von knapp 2,8 Prozent.

Allerdings hatte die VW-Tochter im vergangenen Jahr auch lediglich den Audi E-Tron und dessen Sportback-Ableger als Stromer im Programm. Nun wächst das Angebot: Erst jüngst hat die Marke mit dem E-Tron GT und dem Q4 E-Tron weitere Elektromodelle eingeführt.

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Fachredakteur Next Mobility