Studie Auch die Generation Z schätzt das eigene Auto

Von Martin Achter

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Jungen Menschen bis Mitte 20 wird in Sachen Auto häufig eine verstärkte Neigung hin zu alternativen Mobilitätsformen zugeschrieben. Doch laut einer Studie ist das Auto und dessen Besitz auch für diese Gruppe sehr attraktiv.

Das Auto ist das beliebteste Fortbewegungsmittel der Generation Z (16 bis 26 Jahre), wie eine Studie zeigt. Dabei nennen die Jungen die Fahrzeuge lieber ihr Eigen – Mobilitätskonzepte wie Autoabos spielen den Ergebnissen zufolge eine eher nachrangige Rolle.
Das Auto ist das beliebteste Fortbewegungsmittel der Generation Z (16 bis 26 Jahre), wie eine Studie zeigt. Dabei nennen die Jungen die Fahrzeuge lieber ihr Eigen – Mobilitätskonzepte wie Autoabos spielen den Ergebnissen zufolge eine eher nachrangige Rolle.
(Bild: Jorge Saavedra/Unsplash.com)

Wollen die Autofahrer von morgen Fahrzeuge überhaupt noch besitzen – oder sie nur noch per Abo und Carsharing nutzen? Die Unternehmensberatung Horyzn.io liefert mittels einer repräsentativen Befragung hierzu Ergebnisse.

Dabei dürften manche Vorurteile widerlegt werden: Das Interesse junger Menschen am eigenen Pkw ist laut der Befragung nämlich nach wie vor hoch. Auch spielen Händler als Ansprechpartner in Sachen Auto noch immer eine große Rolle, die aber bedroht ist. Und die überwältigende Mehrheit will Eigentümer eines Autos sein, nicht nur in einem Carsharing- oder Abomodell damit fahren.

Gen Z setzt auf das Fortbewegungsmittel Auto

Für 67 Prozent der Befragten in der Altersgruppe der Generation Z (16 bis 26 Jahre) ist das Auto das Fortbewegungsmittel Nummer eins – sogar noch vor dem Gehen zu Fuß (66 Prozent) und den öffentlichen Verkehrsmitteln (54 Prozent).

Und viele in der Generation Z wollen ein Auto auch tatsächlich selbst besitzen. Das gilt für mehr als zwei Drittel in der Altersgruppe (69 Prozent). Damit ist die Besitzneigung der jungen Kundschaft kaum geringer ausgeprägt als in der sogenannten Generation X (40- bis 60-Jährige). Hier befragte Horyzn eine Kontrollgruppe. In dieser Altersgruppe wollen 72 Prozent ein Auto besitzen.

Nutzungsmodellen wie dem Carsharing oder Autoabos steht die junge Generation Z den Ergebnissen zufolge nicht wesentlich offener gegenüber als die ältere Generation X. Etwas mehr als ein Zehntel der 16- bis 26-Jährigen (11 Prozent) könnte sich vorstellen, das nächste Auto im Abo zu nutzen. Vier Prozent sind für Carsharing offen. Zum Vergleich: In der älteren Kundschaft ab 40 sind zehn Prozent offen für ein Autoabo und drei Prozent für Carsharing.

Gute Konnektivität zentraler Faktor

Mit Blick auf die Markenwahl liegen in der Generation Z deutsche Herstellermarken in der Gunst ganz vorn. Am beliebtesten ist Audi, gefolgt von Mercedes-Benz, BMW, Porsche und VW. Tesla landet im Ranking dahinter auf Platz sechs.

Zentraler Faktor beim Autokauf für die junge Generation ist die Konnektivität von Fahrzeugen – also die Frage, wie Autos sich mit Smartphones verbinden lassen. Dies spielt für fast drei Viertel der Jungen (72 Prozent) ein Rolle.

Ähnlich, aber etwas weniger wichtig sind die Ausstattung von Fahrzeugen mit Infotainment und das äußere Erscheinungsbild der Autos (69 und 65 Prozent). Die Leistung ist etwas mehr als der Hälfte wichtig (55 Prozent). Remote-Dienste zur Nutzung von Fahrzeugfunktionen über die Distanz sind nur weniger als einem Drittel (31 Prozent) von Bedeutung. Ökologische Aspekte stehen den Befragungsergebnissen zufolge nicht im Vordergrund.

Stationärer Autohandel bleibt für Gen Z wichtig

Die Befragung zeigt auch: Händler haben das Potenzial, für die junge Käuferschaft in ähnlicher Weise wie für ältere Käufergruppen relevant zu bleiben – aber sie müssen dafür etwas tun. 69 Prozent in der Generation Z halten es für wichtig, sich beim Autokauf vom Händler vor Ort beraten zu lassen. Sie sind damit die wichtigste Informationsquelle noch vor Eltern (62 Prozent), Websites (45 Prozent) und diversen anderen digitalen Kanälen.

Aber: Die jungen Kunden sind stärker als die ältere Käuferschaft grundsätzlich bereit dazu, Autos direkt online zu kaufen. In der Generation Z ziehen dies 17 Prozent in Erwägung. In der älteren Generation X sind es nur etwa halb so viele (9 Prozent). Entsprechende Angebote von Händlern könnten sich hier also günstig auswirken.

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