Messen und Testen ADAS: Mahle und Rohde & Schwarz arbeiten an System zur Sensorenprüfung

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Mahle und Rohde & Schwarz haben gemeinsam eine Plattform entwickelt, mit der sich Sensoren von Fahrerassistenzsystemen nach einer Reparatur zuverlässig überprüfen lassen. Im Mittelpunkt der Neuentwicklung steht das Kalibriersystem TechPro Digital ADAS 2.0 Extra von Mahle, das um den Radar-Tester R&S RadEsT von Rohde & Schwarz erweitert wurde.

Mahle und Rohde & Schwarz entwickeln gemeinsam ein System zur Sensorenprüfung moderner Fahrerassistenzsysteme.(Bild:  Rohde & Schwarz)
Mahle und Rohde & Schwarz entwickeln gemeinsam ein System zur Sensorenprüfung moderner Fahrerassistenzsysteme.
(Bild: Rohde & Schwarz)

Bislang fehlten standardisierte Messverfahren zur Prüfung der ADAS-Sensoren nach Unfällen oder Reparaturen, insbesondere an Karosserieteilen. Hier schaffen Mahle und Rohde & Schwarz Abhilfe. Die Neuentwicklung der beiden Unternehmen ist für ein breites Spektrum von Anwendern geeignet, etwa Kfz-Werkstätten, Reparaturbetriebe, Hersteller, aber auch Versicherungen, Behörden und Prüforganisationen. Sie kann perspektivisch für zukünftige statische Überprüfungen von ADAS-Sensoren im Rahmen der Hauptuntersuchung zum Einsatz kommen.

Mehr Funktionen

Das Kalibriersystem TechPro Digital ADAS 2.0 Extra von Mahle stellt mithilfe integrierter Ultraschallsensoren eine präzise Fahrzeugpositionierung direkt aus dem Innenraum sicher. Eine automatische Fahrzeugerkennung, laserbasierte Distanzmessung sowie die motorisierte Verstellung der Zielsysteme sorgen für einen effizienten Kalibrierprozess. Ein optimiertes Display-Hebesystem gewährleistet zudem eine exakte Ausrichtung auch bei besonders hohen Fahrzeugen.

Mit dem Radar-Tester R&S RadEsT von Rohde & Schwarz kommen nun weitere Funktionen dazu, die reine Kalibriergeräte nicht haben, etwa Frequenz- und Polarisationserkennung, Leistungsmessung sowie Ziel- und Winkelsimulation bei Radarsensoren. Damit können Prüfer die korrekte Ausrichtung und Funktion der Radarsensoren nach Reparaturen oder Beschädigungen in dem Diagnosegerät kontrollieren sowie identifizieren.

Reproduzierbare Messdaten

Die gemeinsame Entwicklung deckt mehrere zentrale Einsatzbereiche ab. Nach Reparaturen liefert sie Werkstätten eine standardisierte und dokumentierte Bestätigung darüber, dass das Fahrerassistenzsystem weiterhin innerhalb der Spezifikation arbeitet. Darüber hinaus eignet sie sich für Qualitäts- und Leistungsprüfungen, da sich sowohl korrekte als auch fehlerhafte Zustände gezielt nachstellen lassen. Schließlich erzeugt das System reproduzierbare und revisionssichere Messdaten, die künftig als Grundlage für Prüfverfahren der periodisch technischen Inspektion, regulatorische Anforderungen oder Bewertungen durch Versicherungen dienen können. (se)

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