Mikromobilität Weitere 200 Millionen Dollar eingesammelt: Jetzt plant Tier auch Übernahmen

Autor Christoph Seyerlein

Tier Mobility hat in einer Series-D-Finanzierungsrunde weitere 200 Millionen US-Dollar eingesammelt. Die Berliner wollen das Geld in den Ausbau ihrer Produktpalette stecken. Doch nicht nur das.

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Tier ist nun mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet.
Tier ist nun mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet.
(Bild: Tier Mobility)

Tier Mobility hat sich erneut Kapital besorgt. In ihrer Serie-D-Finanzierungsrunde haben die Berliner 200 Millionen US-Dollar eingesammelt, wie sie am Montag mitteilten. Damit steigt die Summe an Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen auf insgesamt 660 Millionen Dollar. Nach eigenen Angaben wird Tier inzwischen mit zwei Milliarden Dollar bewertet.

Zu den Geldgebern in der jüngsten Runde zählten sowohl Bestands-Investoren als auch neue. Unter anderem investierten Softbank Vision Fund 2, Mubadala Capital, M&G Investments und Mountain Partners.

135.000 Fahrzeuge im Pool

Tier will das Geld einerseits nutzen, um seine eigene Flotte in Europa und im Nahen Osten auszubauen. Aktuell verleiht das Unternehmen in mehr als 150 Städten in 16 Ländern E-Scooter, E-Bikes und E-Mopeds. 135.000 Fahrzeuge zählen zum Pool der Berliner. Außerdem will Tier ein eigenes Energie-Netzwerk breiter ausrollen. Dabei setzen die Berliner auf Batterieladestationen, die lokale Unternehmen betreiben.

Doch nicht nur den Ausbau der eigenen Produktpalette verfolgt Tier. In der Mitteilung vom Montag spricht Finanzchef Alex Gayer auch offen davon, „Übernahmen tätigen“ zu wollen. In die Mikromobilitätsbranche hatten zuletzt immer mehr Anbieter gedrängt. Eine Konsolidierung scheint unausweichlich. Die Berliner wollen dabei eine wichtige Rolle spielen. „Unser Ziel ist es, Tier zum europäischen Powerhouse für Mikromobilität zu machen“, sagt Gayer. Dabei wolle man „auf unserer Position als Nummer eins auf dem E-Scooter-Markt“ aufbauen.

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