Elektromobilität Städteranking: Das sind die Spitzenreiter bei der Ladeinfrastruktur

| Aktualisiert am 07.12.2020Redakteur: Svenja Gelowicz

In Deutschland müssen sich im Schnitt fast 13 Autos einen öffentlichen Ladepunkt teilen. Das könnten weniger Fahrzeuge sein, findet der Verband der Automobilindustrie – und will mit einem Ranking den Druck auf Landräte und Bürgermeister erhöhen.

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Für Elektromobilität braucht es Ladeinfrastruktur. Der Verband der Automobilindustrie will den Druck auf die Kommunen erhöhen.
Für Elektromobilität braucht es Ladeinfrastruktur. Der Verband der Automobilindustrie will den Druck auf die Kommunen erhöhen.
(Bild: EnbW)

E-Auto-Fahrer haben je nach Region unterschiedlich viele Möglichkeiten, ihre Autos mit Strom zu betanken. Welche Landkreise und Städte dabei die Nase vorn haben, zeigt ein Ranking vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Die Auswertung soll die Attraktivität von Städten und Regionen für Elektromobilität zeigen. „Deutschland ist bereits Europameister bei E-Autos. Aktuell kommen jeden Monat 50.000 neue E-Autos auf die Straße. Alle neuen E-Autos müssen laden können, sonst können wir die geforderten Klimaziele nicht erreichen“, so die VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Das Ranking solle ein Ansporn für Kommunen sein: „Die Landräte und Bürgermeister müssen sich ab jetzt an diesen Zahlen messen lassen“, sagte Müller weiter.

Ein sogenannter T-Wert gibt an, wie viele E-Autos sich einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt teilen müssen. Der Wert sollte nach EU-Vorgaben bei 10 liegen. Aktuell liegt er bei 13 und wird zu Ostern nächsten Jahres auf etwa 20 steigen. 

Der niederbayerische Landkreis Regen ist deutschlandweit Spitzenreiter bei der Ladeinfrastruktur. Nur 1,9 elektrisch angetriebene Fahrzeuge müssen sich dort einen öffentlichen Ladepunkt teilen. Auf Rang zwei landet der benachbarte Landkreis Freyung-Grafenau mit einer Quote von 2,8 E-Autos pro Ladepunkt. In der VW-Stadt Wolfsburg auf Rang drei kommen drei Autos auf eine Steckdose.

Setzt man die Gesamtzahl der Pkw in Bezug zur Ladesäuleninfrastruktur, liegt ebenfalls Regen vorn. Dort treffen 310 Autos auf einen Ladepunkt. In Wolfsburg sind es 358, in Passau 403. Deutschlandweit liegt der Wert bei knapp 1.500 Autos pro existierendem Ladepunkt – ein Wert, der nach Ansicht des VDA deutlich zu hoch ist, um den Umstieg auf E-Autos attraktiv zu machen. Der Verband möchte mit dem von nun an regelmäßig aktualisierten Ranking den Druck auf die Kommunen erhöhen, für eine ausreichende Infrastruktur zu sorgen.

Mit Material von SP-X

 

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