Pilotprojekt Saubere Luft für Graz

Von Marie-Madeleine Aust

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In Österreich ist vor wenigen Monaten eine Testphase zum Einsatz von Feinstaubfiltern in Zustellfahrzeugen der Post angelaufen. Nun ziehen die beteiligten Unternehmen erste Schlüsse.

Das Pilotprojekt läuft noch bis Mitte des Jahres 2023.
Das Pilotprojekt läuft noch bis Mitte des Jahres 2023.
(Bild: Mercedes-Benz)

Mann+Hummel, Mercedes-Benz Vans und die Österreichische Post haben im August ein Pilotprojekt zur Reduzierung der Feinstaubbelastung in der Stadt gestartet. Laut einer Pressemitteilung vom Dienstag (6. Dezember) wurden hierzu zwei E-Sprinter mit den von Mann+Hummel entwickelten Feinstaubfiltern ausgestattet und sind seither in der Grazer Innenstadt unterwegs.

Die vollelektrischen Transporter der Österreichischen Post absolvieren ihre Routen im wöchentlichen Wechsel, um über die verbauten Feinstaubsensoren repräsentative Werte zur Feinstaubkonzentration zu ermitteln. Täglich legen sie im Durchschnitt 53 Kilometer zurück, zusammen kommen sie mittlerweile auf fast 6.400 Kilometer.

An 60 Tagen im Einsatz

Seit Beginn des Pilotprojektes waren die E-Sprinter an knapp 60 Tagen im Einsatz und haben jeweils rund 6.400 Milligramm Staub aus der Umgebungsluft gefiltert – was nach den Untersuchungen der Unternehmen keine negative Auswirkung auf die Haltbarkeit der Filter hat. Um weitere Erkenntnisse zu sammeln, läuft das Pilotprojekt noch bis Mitte des Jahres 2023.

Markus Kolczyk, Vice President Global Engineering Original Equipment bei Mann+Hummel, zeigt sich zuversichtlich: „Wir sind überzeugt, dass mit einem optimierten Steuerkonzept für den Lüfter und der aktiven Filterung während des Ladevorgangs bei durchschnittlicher Feinstaubbelastung von 25 µg/m³ bis zu 50 Prozent der vom Fahrzeug verursachten Feinstaubemission kompensiert werden können.“

Integration im Frontmodul

Der Filter ist im Frontmodul des E-Sprinters integriert und filtert in Kombination mit dem bereits im Fahrzeug vorhandenen Sauglüfter Feinstaub aus der Luft. Dabei ist der Filter nicht auf den Fahrtwind angewiesen, sondern kann auch bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten und während des Ladevorgangs die Luftqualität verbessern. Zudem sind die Zustellfahrzeuge mit einem Feinstaubsensor ausgestattet. Dieser misst die Feinstaubkonzentration in der Luft und kann die Filtrationsleistung entsprechend steuern.

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