Elektromobilität Rewe macht beim Schnellladen ernst

Autor / Redakteur: sp-x/cs / Christoph Seyerlein

Supermärkte können attraktive Standorte zum Laden von Elektroautos sein. Vor allem, wenn es Schnelllademöglichkeiten gibt. Rewe setzt dabei nun ein deutliches Zeichen.

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2022 will EnBW die ersten Schnellladesäulen auf Parkplätzen der Supermarktkette Rewe in Betrieb nehmen.
2022 will EnBW die ersten Schnellladesäulen auf Parkplätzen der Supermarktkette Rewe in Betrieb nehmen.
(Bild: EnBW)

Die Rewe-Gruppe mit ihren Supermarktketten Rewe und Penny will gemeinsam mit den Energieversorgern EnBW und Shell ein Ladenetzwerk mit einer großen Zahl an Schnellladesäulen für E-Autos errichten. Demnach sollen bis Ende 2024 an 400 Penny- und Rewe-Märkten und weiteren Mietobjekten in Deutschland allein 2.000 Schnellladepunkte neu hinzukommen.

Außerdem sind bis zu 4.000 weitere Ladepunkte geplant. Zusammen mit bereits bestehenden Ladeangeboten, derzeit finden sich diese an 130 Märkten der Gruppe, werden so bis Mitte der 20er-Jahre weit über 6.000 Ladepunkte an Objekten des Supermarkt-Riesen zur Verfügung stehen. Demnach dürfte rund ein Drittel der Punkte besonders schnelles Laden erlauben.

EnBW wird nach eigenen Angaben an mehreren hundert gemeinsamen Standorten Ladesäulen installieren. Bis zu zwölf Schnellladepunkte sollen dabei pro Standort entstehen. Darunter werden sich Ladesäulen der 300-kW-Klasse befinden, an denen sich innerhalb von 5 Minuten Strom für 100 Kilometer nachtanken lässt.

Viele E-Autonutzer werden so in Zukunft die Möglichkeit bekommen, ihren Bedarf an Fahrstrom weitgehend während ihrer Einkäufe zu decken. In diesem Jahr will EnBW mit der Planung der ersten 100 Rewe-/Penny-Standorte starten. Ab dem kommenden Jahr sollen dann die ersten Supermarkt-Schnelllader in Betrieb gehen.

Kooperation auch mit Fastned

Eine Lade-Kooperation betreibt Rewe bereits auch mit dem niederländischen Anbieter Fastned. Dessen Managerin Linda Boll erklärte kürzlich im Interview mit »Next Mobility«: „Wir wollen neue Stationen vor allem an hochfrequentierten Standorten aufbauen. Vielleicht denkt man da zunächst einmal nicht unbedingt an Supermärkte. Aber tatsächlich liegen die Märkte oft an solchen Orten. Und daraus kann sich eine Win-win-Situation ergeben. Wir passen dabei die Ladegeschwindigkeit der Verweildauer im Supermarkt an. Aktuell sind wir an drei Rewe-Märkten vertreten. Und mehrere Stationen befinden sich aktuell im Aufbau.“

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