Ladetechnik Projekt E|MPOWER testet dynamisches induktives Laden auf A6

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Im Projekt E|MPOWER testen die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Autobahn GmbH des Bundes, VIA IMC, Electreon, Risomat und die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm induktives Laden während der Fahrt. Dafür wurde eine mehrere hundert Meter lange Probestrecke auf der Autobahn A6 in Fahrtrichtung Nürnberg am 06.06.2025 feierlich eingeweiht.

Haben für die Teststrecke symbolisch auf einer Induktionsspule unterschrieben: Prof. Dr. Jörg Franke, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender Autobahn GmbH des Bundes, Markus Blume, Bayerischer Wissenschaftsminister, Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister, Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium und Prof. Dr. Joachim Hornegger, FAU-Präsident (vlnr).(Bild:  FAU |Matthias Jakoby)
Haben für die Teststrecke symbolisch auf einer Induktionsspule unterschrieben: Prof. Dr. Jörg Franke, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender Autobahn GmbH des Bundes, Markus Blume, Bayerischer Wissenschaftsminister, Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister, Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium und Prof. Dr. Joachim Hornegger, FAU-Präsident (vlnr).
(Bild: FAU |Matthias Jakoby)

Im Projekt E|MPOWER erforschen der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zusammen mit der Autobahn GmbH des Bundes, VIA IMC, Electreon, Risomat und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, wie sich die Elektrifizierung von Schwerlastverkehr in puncto induktives Laden technisch und wirtschaftlich integrieren lässt. Den Startschuss für die mehrere hundert Meter lange Probestrecke fiel am 06. Juni 2025.

Daten von Infrastruktur und Fahrzeugen

„Das dynamische, induktive Laden von E-Fahrzeugen verändert den Blick auf moderne Mobilität – beim Pendeln, auf Reisen und im Alltag. E|MPOWER steht für die Zukunft nachhaltiger Mobilität und die Innovationskraft unserer Universität. Die FAU bringt Forschung auf die Straße – dorthin, wo sie wirkt“, betonte FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger bei der Einweihung der Teststrecke.

Die ersten Fahrversuche auf der Strecke mit speziell ausgestatteten Fahrzeugen sind ab der zweiten Jahreshälfte geplant. Prof. Dr. Florian Risch, Professor für Montagetechnologien elektrischer Energiespeicher am FAPS, erklärt: „Uns interessiert bei den Untersuchungen unter anderem, wie effizient das System tatsächlich ist, und wie sich Induktionsspulen effizient fertigen und automatisiert in die Straße einbauen lassen. Dank der Teststrecke erhalten wir wichtige Praxiserkenntnisse und wissenschaftlich fundierte Daten für optimierte Systeme auf Seiten der Infrastruktur und der Fahrzeuge.“ Derzeit werden die notwendigen Spulen in den Straßenbelag integriert. Anschließende technische Tests sollen bestätigen, dass die Spulenkonfiguration korrekt installiert wurde.

Vorteil durch Wireless Charging

Das Projekt strebt das kabellose Laden von E-Fahrzeugen beim Fahren und Parken an und untersucht dafür die wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten. Dafür werden Spulen im Straßenbelag installiert. Die Suche nach Ladesäulen würde somit obsolet, die Sorge, dass der Akku frühzeitig versagt, abgehakt. Als Alternative zu Brennstoffzellenfahrzeugen oder solchen mit Megawattcharging-System, könnten Stromer dank der Spulen im Straßenbelag stets mit ausreichend Energie versorgt werden. Konkret erzeugen die Spulen in der Straße ein Magnetfeld. Sobald dieses von einem Auto befahren wird, induziert das Magnetfeld eine Spannung in der im Fahrzeug verbauten Gegenspule. Anders als bei elektrifizierten Straßen mit Oberleitungen, kann diese Technologie unsichtbar in Verkehrsflächen integriert werden, so dass sowohl Lkw als auch Pkw davon profitieren.

Sicherheit geht vor

Die neue Technologie ist so konzipiert, dass sie ausschließlich mit speziell ausgerüsteten Fahrzeugen interagiert. Für alle anderen bleibt die Strecke passiv. Auch in ausgerüsteten Fahrzeugen sorgt eine entsprechende Abschirmung dafür, dass internationale Sicherheitsstandards für magnetische Felder eingehalten werden. (se)

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