Ukraine-Krieg Porsche kann sein Elektroauto Taycan vorerst nicht mehr bauen

Quelle: dpa

Weil Teile aus dem Kriegsgebiet fehlen, muss Porsche die Fertigung seines Elektro-Renners bis auf weiteres aussetzen. Die Pause ist zunächst auf zehn Tage angesetzt.

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Porsche stoppt ab Mittwoch die Taycan-Produktion in Zuffenhausen.
Porsche stoppt ab Mittwoch die Taycan-Produktion in Zuffenhausen.
(Bild: Porsche)

Der Zuffenhausener Sportwagenbauer muss wegen fehlender Bauteile infolge des Krieges in der Ukraine vorübergehend die Produktion seines E-Sportwagens stoppen. Sie werde von Mittwochnachmittag an zunächst bis Ende der kommenden Woche ausgesetzt, teilte ein Sprecher der VW-Tochter am Dienstagabend mit.

Im Porsche-Werk Leipzig werde die Produktion kommende Woche in reduziertem Betrieb wieder anlaufen, weil sich die Versorgungssituation verbessert habe. „In den kommenden Tagen und Wochen werden wir auf Sicht fahren und die Lage kontinuierlich neu bewerten.“

Den Stuttgarter Tageszeitungen zufolge mangelt es dem Hersteller vor allem an Kabelbäumen, die zu einem Großteil an Standorten in der Ukraine gefertigt werden. Zulieferer haben die Arbeit zum Schutz der Mitarbeiter ausgesetzt.

Task Force im Einsatz

„Der Grad der Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit wird fortlaufend durch Experten in einer Task Force ermittelt“, teilte der Porsche-Sprecher mit. Nicht betroffen seien derzeit die Fertigung der Modellreihen 911 und 718 im Stammwerk. „Porsche blickt mit großer Sorge und Betroffenheit auf die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine. Weiterhin hoffen wir auf eine schnelle Einstellung der Kampfhandlungen und eine Rückkehr zur Diplomatie.“

Der Taycan ist für Porsche bereits nach etwa zwei Jahren auf dem Markt ein wichtiges Modell. Nicht nur beim Image, sondern auch beim Absatz. 2021 lieferte die Marke 41.296 Einheiten ihres bislang einzigen Elektroautos aus. Damit lag der Taycan noch vor der Marken-Ikone Porsche 911, die auf 38.464 Einheiten kam.

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