Mikromobilität Opel-Chef: Rocks-E ist die „Antwort auf Regulierung von Städten wie Paris“

Redakteur: Svenja Gelowicz

Opel eilt bei emissionsfreien Mobilitätsformen voraus – das vierrädrige Stadtmobil Rocks-E soll Städter von A nach B befördern, die schon mit einem AM-Führerschein ausgestattet schon ab 15 Jahren auf dem Fahrersitz Platz nehmen dürfen. Der Chef der Traditionsmarke, Uwe Hochgeschurtz, zeigt sich begeistert von den Rückmeldungen potenzieller Käufer.

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Uwe Hochgeschurtz ist Chef der Traditionsautomarke Opel.
Uwe Hochgeschurtz ist Chef der Traditionsautomarke Opel.
(Bild: Opel Automobile GmbH)

Er ist zwar kein Auto, dennoch zeigt sich der neue Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz begeistert von dem Stadt-Stromer Rocks-E. Das Fahrzeug, eine Art Moped mit Dach und Rädern, darf man ab 15 Jahren mit der Führerscheinklasse AM fahren. „Wir sind überwältigt von dem Feedback dazu, auch von älteren Zielgruppen“, so der Opel-Chef.

Die ersten Auftragseingänge sind laut Hochgeschurtz eingegangen. Der Rocks-E sei auch eine Antwort auf Städte auf die Regulierung, die Städte wie Paris vorgeben. So will die französische Hauptstadt ab 2030 keine Verbrenner mehr erlauben.

Opel will ab 2028 als reine E-Marke in Westeuropa unterwegs sein

Hochgeschurtz sieht den Stellantis-Verbund gut gerüstet für das Zeitalter von emissionsfreien Fahrzeugen in Europa. Die Opel-Strategie, ab dem Jahr 2024 jedes Modell rein batterieelektrisch anzubieten und ab dem Jahr 2028 eine reine E-Marke zumindest in Westeuropa zu werden, zementiere diese Pläne. Das sagte der Manager am Donnerstag bei der Branchenveranstaltung „Handelsblatt Autogipfel“.

Entsprechend verteile Opel gerade auch die knappen Halbleiter: Elektroautos wie Mokka-E oder Corsa-E bevorzugt der Autobauer bei den begehrten Chips. „Wenn wir zehn Bestellungen und fünf Chips für Klimaanlagen haben, dann bauen wir die Klimaanlagen in die E-Autos“, so der Opel-Chef. Die Halbleiterkrise sei ein harter Einschnitt, aber Opel sei lieferfähig. Schwierig sei, eine Prognose abzugeben. Im nächsten Jahr würde sich die Situation aber verbessern.

Als Alleinstellungsmerkmal von Opel sieht er das Angebot für Autokäufer, die sich für die unteren Preisklassen interessieren. „Wir tragen die Emotionalität auch dort hinein und machen auch denjenigen ein Angebot, die sonst günstigere Verbrenner kaufen würden.“

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