Elektromobilität Ölkonzern Shell schluckt Berliner Lade-Start-up

Autor Svenja Gelowicz

Das Berliner Start-up Ubitricity ist 2008 angetreten, um bestehende Straßeninfrastruktur wie Laternenmasten fürs E-Auto-Laden aufzurüsten. Nun kauft Shell das Unternehmen. Was der Ölriese damit vorhat.

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Laden an der Laterne: Das Berliner Start-up Ubitricity rüstet Straßeninfrastruktur zu Stromtankstellen um.
Laden an der Laterne: Das Berliner Start-up Ubitricity rüstet Straßeninfrastruktur zu Stromtankstellen um.
(Bild: Ubitricity)

Shell will stärker bei der Elektromobilität mitmischen und übernimmt dafür das Start-up Ubitricity. Das haben die Unternehmen am Montag (25. Januar) verkündet. Das 2008 in Berlin gegründete Start-up verfolgt die Idee, Straßeninfrastruktur wie Laternen oder Poller zu Ladesäulen umzurüsten. Laut eigenen Angaben betreibt Ubitricity mit etwa 75 Beschäftigten alleine in Großbritannien 2.700 Ladepunkte. Der Kauf soll einer gemeinsamen Mitteilung zufolge noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden, über den Kaufpreis schweigen die Unternehmen. Shell hat bereits 2019 das deutsche Energie-Start-up Sonnen aufgekauft.

Shell: Mit Ubitricity unabhängiger von fossilen Krafstoffen

Der britisch-niederländische Ölgigant Shell hingegen will sich unabhängiger von seinem Geschäft mit fossilen Kraftstoffen machen und stärker auf erneuerbare Energien setzen. Laut eigenen Angaben will Shell bis 2050 ein „Netto-Null-Emissions-Energieunternehmen“ werden.

„Indem wir mit Städten und Kommunen zusammenarbeiten, möchten wir die wachsende Zahl von Shell-Kunden unterstützen, die auf ein Elektroauto umsteigen wollen und es ihnen so bequem wie möglich machen“, heißt es von István Kapitány, Leiter von Shell Global Mobility, dazu. Das Laden an Laternen, wie es Ubitricity entwickelt hat, soll dabei eine große Rolle spielen.

Ubitricity hat bislang Kapitalgeber wie Heinz Dürr Invest, next47 (Siemens) oder Honda von sich überzeugen können.

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