Elektromobilität Neues Ladekabel von Bosch als künftiger Standard?

Autor / Redakteur: Peter Diehl / Christoph Seyerlein

Bei einem neuen Ladekabel verzichtet Bosch auf die Kontrollbox und ermöglicht mittels Adapter auch das Laden über die Haushaltssteckdose. Ab Mitte 2022 soll es verfügbar sein.

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Statt in einer Kontrollbox sitzt die Steuerungs- und Sicherheitstechnik in den beiden Steckern.
Statt in einer Kontrollbox sitzt die Steuerungs- und Sicherheitstechnik in den beiden Steckern.
(Bild: Bosch)

Weniger als drei Kilogramm wiegt ein neues Ladekabel für Elektroautos, das Bosch während der IAA Mobility in München präsentiert hat. Möglich macht die Gewichtsreduzierung um rund 40 Prozent vor allem der Verzicht auf die sogenannte Kontrollbox. Stattdessen ist die Steuerungs- und Sicherheitstechnik in die beiden Stecker integriert.

Fahrzeugseitig ist das neue Ladekabel mit einem Typ-2-Stecker ausgestattet, während am anderen Ende ein Adapter den Anschluss von Typ-2- und Haushaltssteckern erlaubt. Somit bedarf es für das wechselnde Laden zu Hause und unterwegs auch keines zweiten Kabels mehr. „Unser Ziel ist es, das neue Kabel zur Standardausrüstung von Elektrofahrzeugen zu machen“, erklärt Uwe Gackstatter, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Powertrain Solutions.

Das dreiphasige Kabel ist für sogenanntes Mode-2- und Mode-3-Laden mit Wechselstrom bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung ausgelegt. Über die Haushaltssteckdose sind 2,3 Kilowatt übertragbar – auch ohne Wallbox, wie man bei Bosch betont. Ab Mitte kommenden Jahres soll das Ladekabel sowohl an Fahrzeughersteller als auch an Endkunden geliefert werden.

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