Ladeinfrastruktur Mobilitätswende im Fokus: E.ON und MAN planen öffentliches Ladenetz für Elektro-Lkw in Europa

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Damit die Mobilitätswende gelingt spielt die Elektromobilität für Pkw, aber vor allem auch für Lkw eine wichtige Rolle. Insbesondere hier ist eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur vonnöten. Nutzfahrzeughersteller MAN und Stromversorger E.ON wollen daher gemeinsam die Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw ausbauen. Dazu planen die Partner, europaweit rund 170 Standorte mit circa 400 Ladepunkten für das öffentliche Laden von Elektro-Lkw aufzubauen.

Freuen sich auf die zukünftige Partnerschaft: Leonhard Birnbaum, CEO von E.ON, und Alexander Vlaskamp, CEO MAN Truck & Bus. Beide Unternehmen wollen in Europa ein öffentliches Ladenetz für Elektro-Lkw aufbauen. (Bild:  E.ON/Westnetz)
Freuen sich auf die zukünftige Partnerschaft: Leonhard Birnbaum, CEO von E.ON, und Alexander Vlaskamp, CEO MAN Truck & Bus. Beide Unternehmen wollen in Europa ein öffentliches Ladenetz für Elektro-Lkw aufbauen.
(Bild: E.ON/Westnetz)

Entlang des bestehenden MAN-Service-Netzes sollen neue Ladestandorte entstehen. An diesen können auch Nutzfahrzeuge anderer Hersteller öffentlich laden. Allein in Deutschland wollen die Partner rund 125 Standorte errichten. Weitere Standorte sollen in Österreich, Großbritannien, Dänemark, Italien, Polen, Tschechien und Ungarn entstehen.

Standortwahl von großer Bedeutung

Die neuen Standorte befinden sich an strategisch ausgewählten MAN Service-Stützpunkten. Das sind in erster Linie Industriegebiete mit hohem Lkw-Aufkommen aber auch Standorte in der Nähe von Autobahnen. Das ist eine wertvolle Hilfestellung, öffentliches Laden in den Betriebsalltag zu integrieren. Darüber hinaus planen die Partner, Design und Nutzbarkeit speziell für das Laden von elektrischen Nutzfahrzeugen auszulegen: Dazu gehört unter anderem eine Durchfahrtsmöglichkeit durch die Ladebucht, so dass Lkw und Busse nicht rangieren müssen. Um die öffentliche Zugänglichkeit unabhängig von der jeweiligen Fahrzeugmarke zu gewährleisten, will man die Ladestationen möglichst in von den MAN Servicebetrieben getrennten Bereichen installieren – mit eigenen Ein- und Ausfahrten für den Ladebereich. Die Fahrer können des Weiteren tagsüber sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume nutzen.

Modularer Aufbau geplant

Der Aufbau der neuen Ladestandorte folgt einem modularen Ansatz. Zunächst errichtet man an den Standorten mehrere 400 Kilowatt-Ladepunkte. Damit lässt sich ein durchschnittlicher Elektro-Lkw in rund 45 Minuten Strom für eine Reichweite von bis zu 300 Kilometer nachladen. Eine spätere Umrüstung der Standorte auf das Megawatt-Ladesystem MCS ist vorgesehen.

„Europa hat sich zum Ziel gesetzt, die Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge bis zum Jahr 2040 um 90 Prozent zu senken. Elektromobilität ist dafür ein zentraler Schlüssel“, erklärt Leonhard Birnbaum, Vorstandsvorsitzender E.ON und unterstreicht: „Wir investieren massiv, um der Infrastruktur für den elektrischen Schwerlastverkehr einen entscheidenden Schub zu geben und die Weichen für eine nachhaltige Logistik und grüne Lieferketten zu stellen. Nahezu alle großen Hersteller setzen heute bei ihren Entwicklungen auf Elektromobilität. Für den endgültigen Durchbruch brauchen wir eine flächendeckende, leistungsfähige Ladeinfrastruktur, die von Anfang an europäisch gedacht ist.[…]“ Alexander Vlaskamp, Vorsitzender des Vorstands der MAN Truck & Bus SE, ergänzt: „Damit die Mobilitätswende gelingt, benötigen wir bis 2030 rund 50.000 Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge in Europa. Natürlich leisten wir als Hersteller von Elektro-Lkw dazu unseren Beitrag. Ich freue mich, dass wir mit E.ON nun einen starken Partner zur Elektrifizierung unserer Service-Standorte an unserer Seite haben. Damit legen wir einen weiteren Grundstein für ein öffentliches Ladenetz. Vlaskamp betont aber auch: „Allerdings benötigen wir zu dessen großflächigem Aufbau weiterhin dringend die Unterstützung durch die Politik.“

Bis zum Ende des Jahres 2025 sollen die ersten 80 Standorte des neuen Ladenetzes entstehen.

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