Umfrage Mehr Deutsche sähen lieber E-Fuels stärker gefördert als Elektro-Ladeinfrastruktur

Autor Christoph Seyerlein

Synthetische Kraftstoffe gelten im Pkw-Bereich als weniger effizient als Batterieautos. Eine Umfrage des ADAC zeigt nun: Deutlich mehr Deutsche befürworten dennoch eine staatliche Förderung der E-Fuels als den weiteren Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur.

Die weitere Förderung des Ladesäulen-Ausbaus in Deutschland befürworten 44 Prozent.
Die weitere Förderung des Ladesäulen-Ausbaus in Deutschland befürworten 44 Prozent.
(Bild: Aral)

Worauf legen Deutsche bei Verkehrs- und Mobilitätsangeboten wert? Dieser Frage ist Nordlight Research im Auftrag des ADAC nachgegangen. An einer entsprechenden Umfrage nahmen im Oktober 1.000 Personen ab 18 Jahren teil.

Kontrovers betrachteten die Teilnehmer beispielsweise die Kaufprämie für Elektroautos hierzulande. 35 Prozent sprachen sich dafür aus, diese abzuschaffen, 34 Prozent unterstützten dieses Ansinnen nicht. Knapp ein Viertel (24 %) zeigte sich unentschieden. Auch ansonsten muss die E-Mobilität weiter um Akzeptanz kämpfen. Zwar sprachen sich 44 Prozent dafür aus, den Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter zu fördern (25 % dagegen). Noch deutlich mehr Umfrageteilnehmer (57 %) sähen aber gerne E-Fuels für Pkw stärker gefördert (12 % dagegen).

Eine klare Mehrheit von 72 Prozent befürwortete unterdessen einen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs. Zudem hätten 55 Prozent gerne eine höhere Pendlerpauschale. Ein Neuzulassungsverbot von Pkw mit Verbrennungsmotoren ab 2030, aber auch die Einführung einer City-Maut oder die schnellere Anhebung des CO2-Preisaufschlags bei Benzin und Diesel lehnte dagegen eine Mehrheit ab.

Sicherheit wichtiger als Klima

Von der künftigen Bundesregierung erwarten 72 Prozent, dass sie vor allem Verkehrs- und Mobilitätsprojekte fördert, die die Sicherheit erhöhen. Dabei dachten viele Befragte beispielsweise an Abbiege-Assistenten für Lkw (49 %) und eine bessere Straßen-Infrastruktur (46 %). Härtere Strafen für Verkehrssünder befürworteten 28 Prozent.

Der Sicherheitsaspekt ist den Umfrageteilnehmern damit deutlich wichtiger als etwa der Klimaschutz bei Verkehr und Mobilität (55 % wichtig oder sehr wichtig). Noch unwichtiger kam in der Umfrage nur der Datenschutz weg.

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