Lasersysteme fördern Durchbruch der E-Mobilität

Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Produktivität hoch, Kosten runter – die Elektrofahrzeugfertigungprofitiert von innovativen Laseranlagen

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Die robotergeführten Laserschweißlösungen vom LASYS-Aussteller Blackbird Robotics sind mit integrierter Nahtverfolgung und Kantentracking ausgestattet.
Die robotergeführten Laserschweißlösungen vom LASYS-Aussteller Blackbird Robotics sind mit integrierter Nahtverfolgung und Kantentracking ausgestattet.
(Bild: Blackbird)

Die EVS30 (Electric Vehicle Symposium & Exhibition) war vom 9. bis 11. Oktober 2017 der Branchentreffpunkt für die gesamte Industrie der Elektromobilität. Hersteller, Anwender und Entscheider erhielten ein aktuelles Bild zu allen Formen der Elektromobilität und diskutierten neue Trends sowie Einsatzmöglichkeiten des elektrischen Antriebstrangs. In Stuttgart wurde gezeigt, wohin die Reise geht und keinen Zweifel daran gelassen, dass sich die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Europa weiter steigern wird.

Lasersysteme leisten durch neuartige, verbesserte wirtschaftliche Fertigungsverfahren einen wichtigen Beitrag und fördern so den Durchbruch der E-Mobilität. Das wird auch die nächste LASYS 2018 vom 5. bis 7. Juni 2018 widerspiegeln. Viele erfahrene Aussteller und Experten werden hier ihr Wissen über Innovationen und Lösungen zur Verfügung stellen.

Hohe Flexibilität und Produktivität durch Lasersysteme

Pionier im Einsatz von Lasersystemen war von jeher der Automobilbau. Ein aktuelles Trendthema sind Elektrofahrzeuge und deren Akzeptanz. Leistungssteigerung und Kostenreduktion stehen hier auf dem Plan. Eine der großen Herausforderungen sieht Marc Kirchhoff, Leiter Branchenmanagement Automotive bei Trumpf, diesbezüglich im Aufbau von Produktionskapazitäten im automobilen Maßstab, das heißt in hohen Stückzahlen.

„Aufgrund seiner hohen Produktivität und Flexibilität ist der Laser hierfür das ideale Werkzeug“, sagt er. „Die Anwendung des Lasers zieht sich durch die gesamte Prozesskette der Elektroautomobilfertigung“, so Dr. Jens Standfuß, Leiter des Geschäftsfelds Fügen beim Fraunhofer Institut für Werkstoff und Strahltechnik (IWS) in Dresden, „ganz gleich, ob es die Batterieherstellung, elektrische Kontaktierungen, Verbindungen oder den Antriebsstrang – also Leistungselektronik und Elektromotor – betrifft.“

Batterien durch Oberflächenstrukturierung noch leistungsfähiger

Allein bei der Herstellung der Batterie ist der Laser mittlerweile unverzichtbar. Das IWS erforscht unter anderem in Richtung Batteriezellen zweiter Generation. „Mit dem Laser verbessern wir über direkt strukturierende Verfahren oder Interferenzverfahren die Oberflächeneigenschaften von Elektrodenfolien. Auf diese Weise lassen sich in Abhängigkeit von der Wellenlänge und Pulsenergie Strukturen im Mikro- bzw. Submikrometermaßstab erzeugen.

Im Zusammenhang mit optimierten Beschichtungssystemen und der Zellchemie können wir letztendlich die gravimetrische Energiedichte erhöhen und Materialkosten senken“, erklärt Dr. Standfuß. Das bedeutet, die Batterie wird leistungsfähiger und man kann längere Strecken mit dem Elektroauto zurücklegen. Das E-Mobil wird somit noch attraktiver für Autofahrer.

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