Robotik in der Automobilfertigung Humanoider Roboter sortiert bei BMW künftig Bauteile

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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BMW baut den Einsatz intelligenter Roboter im amerikanischen Spartanburg aus. Der Humanoide Figure 03 sortiert dort ab sofort Bauteile. Die Entwickler haben die Maschine für diesen Zweck umfassend überarbeitet.

Figure 03 im Einsatz: Dank taktiler Sensoren und Kameras in den Händen sequenziert der Roboter angelieferte Bauteile für die Montage.(Bild:  BMW)
Figure 03 im Einsatz: Dank taktiler Sensoren und Kameras in den Händen sequenziert der Roboter angelieferte Bauteile für die Montage.
(Bild: BMW)

In der BMW-Niederlassung in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina arbeitet ab sofort das Modell Figure 03 in der Logistik. Der humanoide Roboter greift angelieferte, unsortierte Komponenten aus großen Behältern und legt sie in der exakt benötigten Reihenfolge in einen speziellen Sequenzierungswagen.

Sobald der Wagen vollständig beladen ist, rollt er zu einem Sammelpunkt. Von dort übernehmen fahrerlose Transportsysteme den weiteren Weg. Sie bringen die Komponenten direkt an die Produktionslinie, wo die Werker sie passgenau für die Montage entgegennehmen. Der Konzern sieht großes Potenzial, dieses in der Industrie alltägliche Verfahren künftig weiter auszuweiten und menschliche Mitarbeiter bei monotonen Tätigkeiten zu entlasten.

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Weiche Komponenten und verbesserte Hände

Die Konstrukteure des Herstellers Figure AI statteten die neue Generation mit zahlreichen Verbesserungen aus. Der Roboter wiegt 61 Kilogramm und misst 1,73 Meter. Um die Sicherheit zu erhöhen, verkleideten die Entwickler Kopf, Rumpf sowie Arme und Beine mit einem weichen Stoff. Eine neue Ladefunktion ohne Kabel steigert die Betriebszeit, sodass das System mit voller Batterie rund fünf Stunden am Stück arbeitet.

Brett Adcock, Gründer und CEO von Figure AI, erläutert: „Der Roboter verfügt über mehrere neue Funktionen für erweiterte Anwendungsmöglichkeiten. Dazu zählen weiche Komponenten zur Erhöhung der Sicherheit, kabelloses Laden für eine höhere Verfügbarkeit, Audiofunktionen für Speech-to-Speech-Kommunikation sowie verbesserte Hände mit taktilen Sensoren und Kameras in den Handflächen für mehr Präzision und Geschicklichkeit.“

Praxistests im Karosseriebau

Die Entscheidung für das aktuelle Modell beruht auf vorherigen Tests. Bereits 2025 sammelte der Autobauer mit dem Vorgänger Figure 02 erste Erfahrungen. Über zehn Monate positionierte der Roboter Blechteile für den Schweißprozess und half bei der Fertigung von mehr als 30.000 Fahrzeugen des Typs BMW X3. Er bewies dabei, dass er körperlich belastende Aufgaben unter realen Produktionsbedingungen sicher und wiederholbar meistert. (mc)

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