Bauelemente Hall-Effekt-Latch verbessert Positionserfassung in Motorsteuerungssystemen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Diodes erweitert seine AH371xQ-Serie von Hall-Effekt-Latches für die Automobilindustrie. Diese eignen sich für Motorsteuerungsanwendungen, die mit niedrigen magnetischen Schwellenwerten und bipolarem Schaltverhalten arbeiten müssen.

Diodes erweitert seine AH371xQ-Serie von Hall-Effekt-Latches für die Automobilindustrie. (Bild:  Diodes)
Diodes erweitert seine AH371xQ-Serie von Hall-Effekt-Latches für die Automobilindustrie.
(Bild: Diodes)

Der AH3711Q, der über ein proprietäres Hallplatten-Design verfügt, wird für die Steuerung von bürstenlosen Gleichstrommotoren (BLDC), Ventilbetätigungen, lineare und inkrementelle Drehgeber sowie Positionserfassungsfunktionen eingesetzt. Zu den Fahrzeuganwendungen gehören elektrische Fensterheber und Schiebedächer, Heckklappen-Öffnungs-/Schließmechanismen, Sitzverstellmotoren, Lüfter, Wasser-/Ölpumpen und Drehzahlmessungen.

Die magnetischen Ansteuer- (BOP) und Abschaltpunkte (BRP) des Bauelements, die einen Bereich von ±10 Gauß abdecken, ermöglichen eine größere Flexibilität bei der Platzierung. Dank dieser Empfindlichkeit können auch schwächere Magnetfelder erkannt werden, wodurch kleinere und kostengünstigere Magnete zum Einsatz kommen können. Das reduziert die Systemgröße und die Gesamtmaterialkosten. Die größere magnetische Reserve ermöglicht zudem eine deutliche Reduzierung des Tastverhältnisses, was den Stromverbrauch senkt und die Batterielebensdauer verlängert.

Systemzuverlässigkeit optimieren

Zur Erhöhung der Systemzuverlässigkeit arbeitet der Hall-Effekt-Latch in einem Spannungsbereich von 3 bis 27 V. Das Bauteil verfügt über eine Sperrdiode mit Zener-Klemme an der Versorgungsspannung sowie über einen Überstrombegrenzer und eine Zener-Klemme am Ausgang. Diese Komponentenkombination schützt vor Lastabwürfen von 40 V, Verpolung und Kurzschlüssen. Der weite Eingangsspannungsbereich in Verbindung mit einer hohen ESD-Festigkeit von 8 kV (HBM) und 1 kV (CDM) erhöht die Robustheit des Bauteils in rauen Umgebungen zusätzlich.

Das Bauteil verfügt über eine Chopper-stabilisierte Schaltung, die den Schaltpunktdrift über den gesamten Temperaturbereich von – 40 bis +150 °C minimiert und eine hohe Beständigkeit gegenüber physikalischen Belastungen während der Leiterplattenmontage gewährleistet. Das reduziert die Auswirkungen von Temperaturschwankungen und verbessert die Störfestigkeit gegenüber Streufeldern. Die Einschaltzeit beträgt typischerweise 13 µs, wodurch Systemfehler vermieden werden. Open-Drain-Ausgänge bieten eine größere Flexibilität beim externen Pull-up-Widerstand für Spannungen ober- oder unterhalb der Versorgungsspannung.

Die Polarität des magnetischen Betätigungs- und Entriegelungskontakts ist bei den Gehäusen SOT23 (Typ S) und SC59 entgegengesetzt. Zum Betrieb muss bei den Gehäusen SOT23 (Typ S) und SIP-3 (Bulk Pack) der Südpol zur Seite mit der Bauteilkennzeichnung zeigen, während beim SC59 der Südpol zur Seite ohne Bauteilkennzeichnung zeigen muss.  (se)

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