Nutzfahrzeuge Forschungsprojekt DRivE: Software für Routenplanung von Lkw mit alternativen Antrieben getestet

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Das Forschungsprojekt DRivE, kurz für „Datenbasierte Routenplanung im Straßengüterverkehr mit verschiedenen Energieversorgungstechnologien“ wurde erfolgreich abgeschlossen, in dessen Rahmen eine selbstentwickelte Software erprobt wurde, die in Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben in Hinsicht auf Reichweite und verfügbarer Ladepunkte zukünftig eine zuverlässige Routenplanung ermöglichen soll.

Routenplanung für Elektro-, H2- und LNG-Lkw: Die Partner des Forschungsprojektes DRivE haben ihre Testphase beendet.(Bild:  PEM RWTH Aachen)
Routenplanung für Elektro-, H2- und LNG-Lkw: Die Partner des Forschungsprojektes DRivE haben ihre Testphase beendet.
(Bild: PEM RWTH Aachen)

„Digitale Lösungen, die für Effizienz und Planungssicherheit sorgen, können die Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich entscheidend voranbringen und die Akzeptanz alternativer Antriebskonzepte bei Logistikbetrieben und Speditionen erhöhen“, sagt Professor Achim Kampker, Leiter des Lehrstuhls „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen, überzeugt. Das PEM der RWTH Aachen ist einer der beteiligten am vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr geförderten Forschungsprojekts. Bislang habe die intransparente Verfügbarkeit von Lade- und Tank-Möglichkeiten in der Transportbranche zu Sorgen vor Umwegen und langen Wartezeiten geführt. Weil die Reichweite heutiger Elektro- sowie Brennstoffzellen-Lkw zwischen 200 und 500 Kilometern liege, seien Echtzeit-Informationen zur Lade- und Tank-Infrastruktur entlang der Routen unverzichtbar – „zumal das Netz der Tankstellen für Wasserstoff und Flüssigerdgas deutschlandweit noch sehr überschaubar und der Zugang zu E-Ladesäulen häufig schlecht planbar ist“, so Kampker.

Digitale Vernetzung essentiell

DRivE konnte bereits zeigen, dass die Einplanung der Tank- und Ladepunkte in der Disposition mit Hilfe digitalisierter Vernetzung das Vertrauen in alternativ angetriebene Lkw erhöhe. Während der achtwöchigen Testphase unter realen Bedingungen sei schrittweise der Algorithmus optimiert worden, der Nutzfahrzeuge mit Batterie-, Wasserstoff- oder Flüssigerdgas-Antrieb in Zukunft eine sichere Routenplanung garantieren soll. Nach der Demonstration des Tourenplanungssystems, das vom Aachener Start-up-Unternehmen und Projekt-Initiator Mansio entwickelt wurde, gehe es nun um Standardisierungsprozesse bei der Flotten-Management-Schnittstelle. Mit dem Projektpartner Park Your Truck aus Dessau-Roßlau sei außerdem geplant, eine Option zur digitalen Reservierung von Ladeplätzen in der Software zu implementieren.

Projektpartner

DRivE soll sich noch bis Ende 2024 damit befassen, wie Unternehmen aus der Logistikbranche mit digitaler Hilfe der Umstieg auf umweltfreundliche Schwerlast-Lkw im Fernverkehr erleichtert werden kann. Zu den Projektpartnern zählen neben dem Lehrstuhl PEM das Forschungsinstitut für Rationalisierung an der RWTH Aachen, Park Your Truck, ZeKju, Mansio, Hammer Road Cargo und Maintrans Internationale Spedition.  (se)

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