ÖPNV Erstmals sind in Hamburg digital gesteuerte S-Bahnen unterwegs

Quelle: dpa

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Beim ITS-Mobilitätskongress sorgte sie im vorigen Oktober für eine Weltpremiere. Nun geht sie in Hamburg in den regulären Betrieb, zumindest auf einer kleinen Strecke.

Zwischen Berliner Tor und Bergedorf fährt die S-Bahn der Linie S2 vollautomatisch. Ein Lokführer ist zur Sicherheit jedoch noch an Bord.
Zwischen Berliner Tor und Bergedorf fährt die S-Bahn der Linie S2 vollautomatisch. Ein Lokführer ist zur Sicherheit jedoch noch an Bord.
(Bild: S-Bahn Hamburg)

Premiere bei der Hamburger S-Bahn: Seit Donnerstag sind in der Hansestadt zum ersten Mal vollautomatisch fahrende, digital gesteuerte S-Bahnen im Regelbetrieb. Mit zunächst vier eigens dafür umgebauten Zügen wird die Bahn auf der Linie S2 unterwegs sein.

Lokführer sind weiter an Bord und überwachen den Zug. Anfahren, Beschleunigen, Bremsen und Halten erledigen die für den automatischen Betrieb umgebauten Züge der Baureihe 474 von selbst. Auch das Rangieren, zum Beispiel die Zugwende, geschieht ohne Personal.

Von Altona bis nach Bergedorf

Die Strecke der S2 verläuft von Altona über den Hamburger Hauptbahnhof bis nach Bergedorf. Für den digitalen Betrieb ausgestattet ist bisher aber nur der Streckenabschnitt zwischen Berliner Tor und Bergedorf.

Der Chef der Hamburger S-Bahn, Kay Arnecke, sprach von einem „Epochenwechsel“. Mit der neuen Technik könnten bis zu 30 Prozent mehr Züge eingesetzt werden, ohne einen Meter Gleis neu zu bauen.

„Ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende“

„Die Digitale S-Bahn ist ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende“, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks zum Start. „Als erstes Bundesland setzt Hamburg die neue Technik im Regelbetrieb ein – ein großer Schritt in Richtung Hamburg-Takt sowie einer klimagerechten Mobilität.“

Die Bahn und der Technologiekonzern Siemens hatten die digitale S-Bahn im vergangenen Oktober auf dem internationalen Mobilitätskongress ITS in der Hansestadt als Weltpremiere präsentiert. Autonome Bahnen gibt es zwar schon länger. Neu ist jedoch das offene System, das mit jeder Bahn kompatibel ist, die die entsprechenden technischen Standards beherrscht.

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