Elektromobilität: Hella unterstützt bei Hybrid- und vollelektrischen Antrieben

Redakteur: Hendrik Härter

Im zunehmend schwierigeren Zuliefer-Markt für den Automobilbau will sich Hella stärker als Anbieter von Schlüsselkomponenten positionieren. Dazu gehören unter anderem die Batteriesensorik oder die Batterieelektronik für Hochvolt-Anwendungen.

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Das Energiemanagement bei Hybrid- und vollelektrischen Fahrzeugen gehört zu den stärksten Wachstumsfelldern bei Hella.
Das Energiemanagement bei Hybrid- und vollelektrischen Fahrzeugen gehört zu den stärksten Wachstumsfelldern bei Hella.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Licht und optoelektronische Komponenten rund um die Mobilität sind für Hella ein wichtiger Wachstumsmarkt. Dazu positioniert sich das Unternehmen entlang der zentralen automobilen Markttrends Autonomes Fahren, Effizienz und Elektrifizierung, Konnektivität und Digitalisierung sowie Individualisierung. Im Rahmen des diesjährigen Capital Markets Days hat man gegenüber Investoren und Analysten vor allem die strategische Ausrichtung in der Elektromobilität ausführlicher vorgestellt.

„Die Elektrifizierung von Fahrzeugen gewinnt weiter an Fahrt“, sagte Dr. Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Hella Geschäftsführung. „Für uns ergeben sich hieraus vielfältige Chancen. So gehört das Energiemanagement heute zu unseren am stärksten wachsenden Geschäftsfeldern. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen wir den Umsatz verdreifachen. Dazu werden wir gezielt in weitere Produktlösungen für die unterschiedlichen Elektrifizierungsstufen investieren und damit einen wesentlichen Beitrag zu sauberer Mobilität leisten.“

Von Batterie-Sensorik bis Hochvolt-Batterieelektronik

Um Kunden auf dem Weg zur Elektromobilität zu begleiten, bietet Hella ein Produktspektrum von Batterie-Sensorik für Micro-Hybride (Start/Stopp-Automatik) über Leistungselektronik für Mild-Hybrid-Fahrzeuge auf 48 V bis zu Batterieelektronik für Hochvolt-Anwendungen in Vollhybriden und vollelektrischen Fahrzeugen. Dazu will man künftig Schlüsselkomponenten liefern: Spannungswandler sowie intelligente Batteriesensoren. Zudem will sich Hella zunehmend als Anbieter von Subsystemen in der Elektromobilität positionieren.

Kernprodukte sind vor allem Mild-Hybride wie das PowerPack mit einer Spannung von 48 V und das Dual-Voltage-Batteriemanagement-System. Das PowerPack 48 V ist speziell für Fahrzeuge höherer Leistungsklassen konzipiert. Es kombiniert einen Lithium-Ionen-Batterieblock mit 48 V inklusive Batteriemanagement und Spannungswandler in einem Produkt. Das Dual-Voltage-Batteriemanagement-System ist für die Kompakt- und Mittelklasse vorgesehen. Es vereint die separaten Produkte der 48-Volt-Mild-Hybridisierung innerhalb eines einzigen Produktes auf dem Bauraum einer konventionellen Bleibatterie. So lässt sich das System einfach in die bestehende KFZ-Architektur integrieren. Die intelligente Schaltung der Zellen ermöglicht, die Kapazität der Li-Ion-Batterien je nach Anwendungsfall im 12-V-Bordnetz oder 48-V-Bordnetz zu verwenden.

Hella ist wie andere Zulieferer für den Automobilbau von der aktuellen schwierigen Marktsituation betroffen. Die strategische Ausrichtung soll dabei helfen, die Marktlage zu kompensieren

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